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Am 21. August 1609 ...

... stand der 45-jährige Professor für Mathematik aus Padua an den Stufen des Campanile von San Marco in Venedig. Zusammen mit sieben venezianischen Patriziern bestieg Galileo Galilei den Turm. Er musste sie beeindrucken – auch wenn er dazu nicht ganz bei der Wahrheit bleiben durfte.
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Oben angekommen, holte Galilei ein Instrument hervor, das der Ranghöchste, der Prokurator Antonio Priuli, so beschrieb: "ein Rohr aus Weißblech, außen mit einem Überzug von karmesin­rotem, mit Baumwolle gemischtem Wollstoff bekleidet, etwa dreiundeinhalb­viertel Elle lang, von der Breite eines scudo (eine Münze jener Zeit, die Red.), mit zwei Gläsern, von denen das eine hohl war, das andere nicht." Als Galilei das etwa 60 Zentimeter lange Fernrohr ins Getümmel der Stadt richtete und die mächtigen Herren vom Rat der Stadt Venedig zu einem Blick hindurch aufforderte, ging ein Raunen und Staunen durch die Runde: Menschen und Häuser, die von dort oben mit bloßem Auge kaum zu erkennen waren, erschienen plötzlich ganz nah ...

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