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Am 5. Februar 1971 …

... verkündete Verteidigungsminister Helmut Schmidt gute Nachrichten für langhaarige Wehrpflichtige. Wer fortan seinen Dienst bei der Bundeswehr antrat, durfte seine Haare tragen, wie er wollte. Rekruten vom Schlage eines Paul Breitner mussten allerdings ein Haarnetz unterm Stahlhelm tragen.
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Langhaarig, trinkfest, schmuddelig, gleichgültig lungern sie an den Ecken der Nation«, so hatte der »Spiegel« Mitte der 1960er Jahre Deutschlands »Gammler« beschrieben – jene kleine Gruppe überwiegend männlicher Aussteiger, die seit Ludwig Erhards Wirtschaftswunder gegen das bürgerliche Spießertum protestierten und sich als augenfälligstes Symbol ihrer Ablehnung die Haare wachsen ließen. Spätestens als mit dem Aufstieg der Beatles »merkwürdige Frisuren« zu einem allgemeinen Modetrend wurden, sehnten viele entnervte Eltern einfach nur den Tag herbei, an dem sich das Problem von selbst löste. Jenen Tag nämlich, an dem ihr halbstarker Nachwuchs zum Wehrdienst eingezogen wurde. Denn bei der Bundeswehr war »das Tragen einer schulterlangen oder sonst feminin wirkenden Haartracht (zum Beispiel Beatles-Frisur)« unzulässig – hier kam keiner ungeschoren davon ...
02/11

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 02/11

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