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Interview: Antirealistischer Querdenker

Schon als Teenager rebellierte Leonard Susskind gegen herkömmliche Ansichten. Heute ist er davon überzeugt, dass unsere Erkenntnisfähigkeit die Wirklichkeit niemals ganz zu erfassen vermag.
Mit Vorliebe heckt Leonard Susskind Ideen aus, die den physikalischen Status quo verändern. Vor 40 Jahren zählte der Theoretiker von der Stanford University im US-Bundesstaat Kalifornien zu den Begründern der Stringtheorie: Diese wurde zunächst nicht ernst genommen, gilt aber heute als führender Kandidat für eine vereinheitlichte Theorie der Natur.

Jahrelang bestritt er Stephen Hawkings Annahme, dass Schwarze Löcher Objekte nicht nur verschlingen, sondern auch die in ihnen steckende Information unwiederbringlich vernichten – und damit die Quantenmechanik verletzen. Am Ende war es Hawking, der nachgab.

Susskind trug auch zu dem modernen Konzept der Paralleluniversen bei, indem er den Begriff einer "Landschaft" von Stringtheorien prägte. Das zerstörte den Traum der Physiker, das Universum lasse sich als eindeutiges Ergebnis von Grundprinzipien erklären. Letztlich meint Susskind, dass die Realität ...
März 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft März 2012

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  • Quellen

Feyerabend, P.: Irrwege der Vernunft. Suhrkamp, Frankfurt 1990

Susskind, L.: Der Krieg um das Schwarze Loch. Wie ich mit Stephen Hawking um die Rettung der Quantenmechanik rang. Suhrkamp, Frankfurt 2010

Susskind, L.: The Cosmic Landscape: String Theory and the Illusion of Intelligent Design. Back Bay Books, New York 2006