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Arthur Evans’ langer Schatten

Der Begründer der kretischen Archäologie interpretierte viel und irrte häufig. Das Volk der Minoer, das offenbar so ganz anders lebte als seine Nachbarn, gibt bis heute Rätsel auf.
Staunend bewundern Tausende von Besuchern alljährlich die Ruinen des Palasts von Knossos und die Fresken im Museum von Heraklion. Sie lauschen den Erklärungen der Fremdenführer, blättern in Büchern oder Prospekten. Bald fällt ein Name: Minos. Dem griechischen Chronisten Thukydides zufolge besiegte dieser König eine Piratenflotte und begründete damit Kretas Seeherrschaft und Reichtum. Auch von der dunklen Seite der Macht berichten antike Schriften. Weil Minos den Gott Poseidon um ein Opfer betrog, gebar seine Frau ein Monstrum, halb Mensch, halb Stier. Dieser Minotaurus hauste in einem Labyrinth und wurde alle neun Jahre durch Menschenopfer ruhiggestellt.
...
Der aufmerksame Besucher bemerkt in Knossos schnell, dass die originale Bausubstanz kaum zu entdecken ist, so rigoros wurde dort mit Zement »rekonstruiert«. Auch die meisten Wandmalereien im Heraklion-Museum erweisen sich bei genauem Hinsehen als in großen Teilen ergänzt. Lediglich Siegel, Siegelringe, Schmuck, Statuetten und Möbeleinlagen blieben mitunter vollständig erhalten. Sie dienten dem Pionier der minoischen Archäologie als Vorlage und Inspiration: Sir Arthur Evans, dem Ausgräber des Palasts von Knossos.

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