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Versunkenes Land: Atlantis in der Nordsee

Vor 8000 Jahren streiften unsere Vorfahren durch die fruchtbaren Wiesen von "Doggerland" – eine längst versunkene Landbank zwischen England und Dänemark.
Dunwich war im frühen Mittelalter die größte Hafenstadt von East Anglia. Von hier aus wurden Wolle und Getreide nach dem Kontinent verschifft. Im Gegenzug kamen Pelze aus Island, Holz aus dem Baltikum, Tuch aus den Niederlanden und Wein aus Frankreich auf die Insel. Das Doomsday Book, ein Reichsgrundbuch aus dem Jahr 1086, listet Dunwich als Stadt mit 3000 Einwohnern, acht Kirchen und drei Klöstern. Doch im Jahr 1286 kam eine Sturmflut und riss große Teile der stolzen Stadt ins Meer. Und noch ein zweites Mal kam ein orkanartiger Nordseesturm, 1328, und besiegelte endgültig das Schicksal des Städtchens. Heute stehen nur noch die Reste eines Franziskanerklosters und des Leprahospitals, die einst weit außen am Stadtrand lagen. Bei schweren Sturmfluten, so geht die Legende, hört man durch das Tosen der Wellen die Kirchenglocken läuten. So verheerend der Untergang auch war – er betraf doch nur ein winziges Stück Küste.

Weit einschneidender waren die Veränderungen, die vor rund 8000 Jahren zwischen England und den heutigen Küsten von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden stattfanden. Denn hier versank gerade um jene Zeit, als die Menschen sesshaft wurden, ein breiter Landgürtel – der einst Großbritannien mit dem Festland verband.

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