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Schlichting!

Aufgewühlte See im Bermudadreieck

Vom Ozeanboden aufsteigende Gasblasen verringern den Auftrieb. Möglicherweise lassen sie so ganze Schiffe sinken.
Aufgewühlte See im Bermudadreieck
Das Geheimnisvolle zieht die Menschen mit Macht an. Seit Jahrzehnten fesselt daher ein Seegebiet nördlich der Karibik zwischen Florida, Puerto Rico und den Bermudainseln unsere Fantasie. Immer wieder geriet das so genannte Bermudadreieck in die Schlagzeilen, weil darin angeblich Schiffe und Flugzeuge unter ungeklärten Umständen spurlos verschwanden. Dies bot natürlich Stoff für wilde Spekulationen, die von Roman- und Drehbuchautoren längst variantenreich verarbeitet wurden.

Noch immer erscheinen manche der Berichte von Unglücken im Bermudadreieck durchaus rätselhaft. Entsprechend zahlreich sind die Theorien, die zur Aufklärung beitragen wollen. An mindestens einer davon dürften Physiklehrer ihr Vergnügen haben. Sie fügt nicht nur einem der traditionellen Themen des Physikunterrichts, dem Auftrieb, einen originellen Aspekt hinzu, sie lässt sich auch mit einfachen Mitteln experimentell überprüfen.

Das Verschwinden der Schiffe, so besagt die Theorie, sei die Folge von im Wasser aufsteigenden Gasblasen. Dadurch bekommt ein Schiff ein Wasser-Luft-Gemisch unter seinen "Kiel", dessen mittlere Dichte kleiner ist als die von Wasser allein. Weil die Auftriebskraft zu diesem Wert proportional ist, sinkt sie so stark, dass sie nicht mehr ausreicht, um das Schiff zu tragen…
Oktober 2011

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Oktober 2011

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