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Hanse: Gesellschaft: Aufstand gegen die Räte

Im 14. Jahrhundert gärte es in den Hansestädten – mit fatalen Folgen, nicht nur für die Macht der Kaufmannsdynastien.
Am 17. April 1374 traf sich der Braunschweiger Stadtrat in der Brüdernkirche mit den Gildemeistern, um unter anderem über die finanziellen Probleme der Stadt zu beraten. Dabei kam es zum Streit. Die Gildemeister ließen daraufhin das Gerücht verbreiten, der Rat wolle sie festhalten und heimlich umbringen lassen. Obwohl sie aus der Brüdernkirche zurückkehrten, steigerte sich der Volkszorn auf einer Versammlung der Schuhmacher und Gerber so sehr, dass die aufgebrachten Bürger gegen das Haus des Bürger-meisters Tile van dem Damme zogen. Der Aufruhr eskalierte zur »Großen Schicht« (Schicht bedeutete im Mittelniederdeutschen unter an-derem Aufstand) in Braunschweig – acht Bür-germeis­ter und Ratsherren wurden innerhalb weniger Tage getötet. Die Räte der Nachbarstädte Hannover, Lüneburg, Minden und Hameln fürchteten ein Übergreifen der Aufstände, und 1375 wurde Braunschweig für fünf Jahre aus der Hanse ausgeschlossen. …
02/11

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 02/11

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