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Hinter den Schlagzeilen: Aus Liebe zur Freiheit

Die Bevölkerung Liberias stimmt am 23. August über eine veränderte Verfassung ab. Für das krisengebeutelte Land kann dies ein weiterer Schritt zur Normalität sein.
Aus der Ferne betrachtet wirken die Entscheidungen, die das liberianische Volk beim Referendum zu treffen hat, beinahe banal: Wie lange muss ein Kandidat für das Präsidentenamt im Land gelebt haben? Sollen die Staatsoberhäupter wie bisher zehn Jahre regieren oder reichen auch fünf? Dürfen Richter ihr Amt bis zum 75. Lebensjahr ausüben? Oder bleibt die Rente mit 70 Jahren verpflichtend? Zwei weitere Punkte beziehen sich auf Details der Wahlordnung. Es ist vorstellbar, dass die Abstimmung selbst unter den Liberianern nur auf mäßiges Interesse stoßen wird. Die Presse des westafri­kanischen Lands interessiert sich jedenfalls im Sommer 2011 eher für die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im kommenden Herbst als für das Referendum im August.

Und doch ist jeder noch so kleine Schritt in Richtung Demokratie wichtig. Das Volk hat in zwei grauenvollen Bürgerkriegen zwischen 1989 und 2003 rund 250 000 Tote beklagt, etwa eine Million Menschen wurden vertrieben. Charles Taylor, von 1997 bis 2003 liberianischer Präsident, muss sich seit mehr als vier Jahren vor dem Sondergerichtshof in Den Haag verantworten – wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Sierra Leone (auch das Nachbarland überzog er mit Unheil). Die Anklage entwirft Details in insgesamt elf Punkten – unter anderem Terror gegen Zivilisten, Massaker, Morde, Verstümmelungen, Plünderungen sowie den sys-tematischen Einsatz sexueller Gewalt und die massive Rekrutierung von Kindersoldaten ...

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