Direkt zum Inhalt

Innovationspreis der Vodafone-Stiftung: Ausgezeichnet: Trickreiches Rechenverfahren



Mit dem Handy ist man nur dann überall erreichbar, wenn die Sendestationen im Mobilfunknetz optimal verteilt sind. Aber selbst die schnellsten Computer sind damit überfordert, die günstigste Platzierung mathematisch exakt zu berechnen.

Rudolf Mathar, Professor am Institut für Statistik und Wirtschaftsmathematik der Rheinisch-Westfälischen Hochschule Aachen, hat in sechsjähriger Forschungsarbeit eine geschickte Methode entwickelt, mit der sich in vertretbarer Rechenzeit eine Lösung finden lässt, die dem Optimum recht nahe kommt. Für diese Forschungen erhielt er nun den Innovationspreis 2002 der Vodafone-Stiftung.

Der Mathematiker Mathar teilt Mobilfunknetze in etliche kleine Teilbereiche auf, für die sich jeweils die günstigsten Standorte der Basisstationen genau berechnen lassen. Anschließend werden die Teilbereiche so überlagert, dass sich eine nahezu optimale Gesamtlösung ergibt.

Mathar arbeitet auch an Rechenverfahren, welche die exakte Ausbreitung von Funkwellen unter Berücksichtigung von Beugungen und Reflexionen an Hindernissen wie etwa Gebäuden ermitteln. Damit lassen sich gegenseitige Störungen benachbarter Sendestationen vorhersagen.

Mit dem Innovationspreis der Vodafone-Stiftung werden herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Mobilkommunikation ausgezeichnet, die einen klaren Praxisbezug haben und die von Wissenschaftlern

bevorzugt aus dem deutschen Sprachraum stammen. Der Preis ist mit 25000 Euro dotiert und soll den Austausch von Wissenschaftlern untereinander sowie zwischen Wissenschaftlern und Industrie fördern.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 7 / 2002, Seite 107
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.