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Die Phönizier: Beneidet und bedrängt

Obwohl sie nie über einen eigenen Staat verfügten, stiegen die Phönizier bis 600 v. Chr. zur wichtigsten Handelsmacht im Mittelmeerraum auf. Dadurch erweckten sie bei den großen Nachbarreichen manche Begierde – und mussten immer wieder zu den Waffen greifen.
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"So spricht Jahwe, der Herr: 'Ich werde den Großkönig Nebukadnezar, den König von Babylon, über Tyros kommen lassen. Er kommt vom Norden her mit Pferden, Streitwagen, Reitern und einem riesigen Heer. Er wird deine Tochterstädte zerstören und einen Wall gegen dich aufschütten, Angriffsrampen gegen deine Mauern vorantreiben und ein Schutzdach aus Langschilden gegen dich aufstellen. Der Stoß seiner Rammböcke wird deine Mauern treffen. Mit Brecheisen reißt er deine Türme ein. Eine Staubwolke wird dich bedecken, wenn er anrückt mit der Masse seiner Pferde. Der Lärm seiner Reiter, Räder und Wagen lässt deine Mauern erbeben, wenn er durch deine Tore einfährt, wie man in eine aufgebrochene Stadt einzieht. Die Hufe seiner Pferde zerstampfen deine Straßen, dein Volk erschlägt er mit dem Schwert.'"

So steht es im Buch Ezechiel des Alten Testaments, das Anfang des 6. Jahrhunderts v. Chr. entstand – und zwar im babylonischen Exil, in das Nebukadnezar, König von Babylon, die jüdische Führungsschicht aus Palästina verschleppt hatte. Was die Prophezeiung androhte, war in Wirklichkeit bereits geschehen: Das Heer Nebukadnezars II., das 605 v. Chr. über Ägypten triumphiert und 589 Jerusalem eingenommen hatte, eroberte 572 – nach 13-jähriger Belagerung – die Inselstadt Tyros, die größte, mächtigste und reichste Stadt Phöniziens ...

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