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Standpunkt: Beruf und Berufung

Viele Arbeitnehmer sind unzufrieden: Sie klagen über hohe Belastung, Probleme mit Vorgesetzten und fehlende Möglichkeiten, sich beruflich weiter­zuentwickeln. Die Psychologen Theo Wehner und Stefan T. Güntert von der ETH Zürich führen den weit verbreiteten Jobfrust vor allem auf einen Mangel an sozialer Anerkennung und Sinnstiftung zurück. Sie plädieren daher für mehr freiwilliges Engagement - sowie ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger.
Wozu dient Erwerbsarbeit? Zum Geldverdienen, klar. Wir sichern uns damit un­sere Existenz und einen gewissen Lebensstandard. Doch ziehen wir darüber hinaus nicht auch einen immateriellen Nutzen aus unserem Job? Und falls ja, welchen? Wenn wir diese Frage in Lehrveranstaltungen, Workshops mit Führungskräften und auch im Gespräch mit Bekannten und Freunden stellen, lautet die spontane Antwort meist: Anerkennung! Zumindest taucht dieser Begriff in der Regel auf einem der vorderen Plätze arbeitsbezogener Wunschlisten auf. Einerseits soll bitte schön die erbrachte Leis­tung gewürdigt werden, andererseits natürlich auch der sichtbare, ökonomische Erfolg.
Seit einem Vierteljahrhundert beraten wir die Organisatoren von Mitarbeiterumfragen in verschiedenen Branchen und achten dabei immer auch darauf, inwiefern Vorgesetzte und Kollegen die Leistung der Befragten anerkennen – in finan­zieller wie sozialer Hinsicht ...
Juli/August 2010

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Juli/August 2010

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  • Quellen
Clary, E. G. et al.: Understanding and Assessing the Motivations of Volunteers: A Functional Approach. In: Journal of Personality and Social Psychology 74(6), S. 1516-1530, 1998.

Gagné, M., Deci, E. L.: Self-Determination Theory and Work Motivation. In: Journal of Organizational Behavior 26(4), S. 331-362, 2005.

Güntert, S.: Freiwilligenarbeit als Tätigsein in Organisationen. ETH Zürich, 2007.

Wehner, T. et al.: Freigemeinnützige Arbeit. In: Mühl­pfordt, S., Richter, P. (Hg.): Ehrenamt und Erwerbsarbeit. Hampp, München 2006.