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Neuropsychiatrie: Beruhigendes Salz

Seit einem halben Jahrhundert ist das Leichtmetall Lithium als probates Mittel gegen manisch-depressive Störungen bekannt. Seine komplexen Wirkmechanismen verstehen Forscher jedoch erst heute.
Manisch-Depressive sind unkalkulierbaren Stimmungsschwankungen ausgeliefert. Milde Formen eingeschlossen, ereilt die Erkrankung etwa fünf Prozent der Menschheit. So auch Kay Redfield Jamison. Die Amerikanerin litt seit ihrem 30. Lebensjahr unter der emotionalen Berg- und Talfahrt, die Experten "bipolare Störung" nenne. Sie kämpfte mit unkontrollierbaren und extremen Umschwüngen ihres Antriebs und ihrer Stimmungen, pendelte zwischen tiefer Niedergeschlagenheit und überschwänglichen Euphorieschüben ...
November 2006

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist November 2006

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Literaturtipps:

Bauer, M., Grof, P., Müller-Oerlinghausen, B.: Lithium in Neuropsychiatry: The Comprehensive Guide. Abingdon: Taylor & Francis 2006.

Cipriani, C. et al.: Lithium in the Prevention of Suicidal Behavior and All-Cause Mortality in Patients With Mood Disorders: A Systematic Review of Randomized Trials. In: American Journal of Psychiatry 162(10), 2005, S. 1805-1819.

Jamison, K.: Meine ruhelose Seele. Die Geschichte einer manischen Depression. München: Goldmann 1999.

Schou, M: Die Lithiumtherapie affektiver Störungen. Praktische Informationen für Ärzte, Patienten und Angehörige. Stuttgart: Thieme 2005.

Mitchell, P. B., Hadzi-Pavlovic, D.: Lithium treatment for Bipolar Disorder. In: Bulletin of the World Health Organization 78(4), 2000, S. 515-520.
Bericht von John Cade über seine Entdeckung der Lithiumwirkung