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Fernerkundung: Beste Karte des Erdschwerefeldes



Seit März 2002 kreisen zwei Satelliten im Abstand von 220 Kilometern zueinander um die Erdpole. Mit dem Global Positioning System (GPS) und einem Mikrowellenstrahl, der die beiden verbindet, lassen sich ihre Geschwindigkeit und ihr Abstand so genau messen, dass schon eine gravitationsbedingte relative Positionsänderung von nur wenigen Mikrometern feststellbar ist. Dadurch bietet das im All schwebende Zwillingssatellitensystem die Möglichkeit, selbst minimale Variationen der Erdanziehungskraft zu messen, wie sie beispielsweise durch Gebirge oder unterseeische Bergrücken hervorgerufen werden. Aus seinen ersten Daten wurde nun im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes Grace (Gravity Recovery and Climate Experiment) von Nasa, Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) die bisher genaueste Karte des Gravitationsfeldes der Erde erstellt. Geplant ist eine monatliche Aktualisierung. So hofft man, die durch Massenumlagerungen im Erdinnern, auf den Kontinenten und in den Ozeanen bewirkten Änderungen des Schwerefeldes verfolgen zu können. Das soll unter anderem dabei helfen, den Verlauf der Meeresströmungen und deren Auswirkung auf das Klima präziser zu ermitteln. (GFZ Potsdam, 28.7.2003)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 10 / 2003, Seite 12
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
10 / 2003

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 10 / 2003

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