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Blick in die Forschung - Kurzberichte: Beteigeuze - Vom Gelben zum Roten Überriesen

Vorteleskopische Beobachtungen belegen, dass Beteigeuze, der Hauptstern im Sternbild Orion, einen signifikanten Farbwechsel durchlief. Das lässt sich mit Modellen der Sternentwicklung erklären.
Markante Figur am Winterhimmel

Im Dezember ist Antares am Nachthimmel nicht zu sehen, doch der Hauptstern im Sternbild Skorpion namens Alpha Scorpii ist der röteste Stern überhaupt, der mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Sein griechischer Name bedeutet »wie Mars«, also dass er diesem in der Farbe ähnelt. Mars lässt sich zurzeit im Sternbild Stier die ganze Nacht über erblicken. In den verschiedensten Kulturen werden Mars und Antares seit je als rot beschrieben. Dies entspricht in etwa auch der modernen Definition, wobei Mars etwas weniger rot ist als Antares.

Es gibt noch einen anderen auffallend roten Stern. Im Osten geht jetzt abends das bestimmende Sternbild unserer Wintermonate auf, der Himmelsjäger Orion. Sein östlicher Schulterstern Alpha Orionis, auch als Beteigeuze bekannt, ist fast so rot wie Antares. Doch das war nicht immer so: Vor rund 2000 Jahren glich Beteigeuze, aus dem Arabischen für »Hand der Riesin«, mitnichten dem roten Antares beziehungsweise dem Planeten Mars, sondern war nur so gelblich-orange wie der Planet Saturn. Der Farbindex – die Differenz der Helligkeiten eines Objekts in zwei Filtern – von Saturn ist aber deutlich verschieden von Mars und erst recht von Antares. Saturn zeigt sich am Anfang der Nacht gerade noch im Westen.

Sowohl mit Hilfe vorteleskopisch …

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Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.

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Sterne und Weltraum – Exoplaneten – Überlebenskünstler um Weiße Zwerge

Mit dem James-Webb-Teleskop wurden wahrscheinlich zwei Weiße Zwerge entdeckt, die von ihren Planeten nach wie vor umkreist werden – wir stellen diese kuriosen Systeme vor und beenden mit dem Bericht über den Parque Astronómico in der chilenischen Atacama unsere dreiteilige Serie »Observatorien«. Neue Erkenntnisse zu Beteigeuze erklären, warum seine stabile Helligkeitsperiode momentan doppelt so schnell schwankt wie zuvor. Darüber hinaus nehmen wir Sie mit in das umgebaute Kepler-Museum in Regensburg und verraten Ihnen, wo Sie im Dezember die Bedeckung des Mars durch den Mond am besten beobachten können.

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