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Raumfahrt

Bewohnbarer Ballon im All

Die Internationale Raumstation ISS ist erstmals um ein aufblasbares Modul erweitert worden. Am 16. April koppelten NASA-Mitar­beiter die Baueinheit mit einem ferngesteuerten Roboterarm an die Station an. Dort soll sie in den kommenden beiden Jahren getestet werden.

Das 1,4 Tonnen schwere Modul mit der Bezeichnung Beam (Bigelow Expandable Activity Module) wird mit Luft auf die Größe eines kleinen Schlafzimmers aufgeblasen. Es besteht zum großen Teil aus Aramiden, besser bekannt unter dem Handelsnamen Kevlar. Diese Substanzen bewähren sich als hochfeste, schlagzähe, bruchresistente, hitze- und feuerbeständige Faserverbundstoffe. Üblicherweise stellt man aus ihnen Schuss- und Splitterschutzwesten, Helme und Panzerungen sowie Leichtflugzeuge her. Im "Beam"-Modul sorgen die Aramide für einen Schutz vor einschlagenden Mikrometeoroiden und für eine Toleranz gegenüber den extremen Temperaturschwankungen im All.

An aufblasbaren Erweiterungen für Raumschiffe und Bodenstationen haben Weltraumorganisationen großes Interesse. Da sie erst im Weltraum auf ihre endgültige Größe expandieren, nehmen sie weniger Nutzlastvolumen auf den Raketen in Anspruch, was die Startkosten beträchtlich senken hilft. Besonders interessant ist das im Hinblick auf künftige bemannte Marsmissionen. Bei diesen müssen die Astronauten mehrere Jahre im Raumschiff verbringen, weshalb sie dort möglichst viel Platz zur Verfügung haben sollten.

Juni 2016

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juni 2016

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