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Strahlenoptik: Bezaubernde Bildnisse

Kann man ohne Spiegel fünf Seiten eines undurchsichtigen Würfels gleichzeitig sehen? Allgemeiner: Welche Arten von Bildern kann man fotografieren, sehen oder auf einer Mattscheibe auffangen?

Was ist ein Bild? "Das, was das Auge sieht", gibt der Physiker als erste vorläufige Antwort und lässt damit die vielen interessanten Dinge außer Acht, die mein Gehirn tut, bevor mir das Gesehene bewusst wird.

Etwas genauer ausgedrückt besteht ein Bild aus lauter "Bildpunkten"; ein solcher ist da, wo ein kegelförmiges ("divergentes") Bündel von Lichtstrahlen, von einem leuchtenden Punkt ausgehend, sich wieder zu einem Punkt vereinigt. Dazu ist im Allgemeinen eine Linse oder ein Hohlspiegel erforderlich; im Auge bewirkt die vereinte Brechkraft von Hornhaut und Augenlinse im günstigen Fall, dass der Bildpunkt gerade in der lichtempfindlichen Netzhaut (Retina) liegt. Ein flächenhaftes Objekt wie eine Zeitungsseite oder eine Hausfassade ergibt ein ebenfalls flächenhaftes Bild auf der Retina, das vielleicht sogar unverzerrt, also im Sinn der Geometrie ähnlich zum Objekt ist.

Die geraden oder geknickten Wege des Lichts vom Objekt bis ins Auge sind Gegenstand der Strahlenoptik, die in den Lehrplänen zum Physikunterricht einen unangefochtenen Dauerplatz besetzt. ...

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  • Quellen

Becker, J., Ucke, C.: Zaubertricks aus der "Physik-Boutique". In: Unterricht Physik 9, S. 46 - 47, 1998

Bidwell, S.: On Subjective Colour Phenomena Attending Sudden Changes of Illumination. In: Proceedings of the Royal Society of London 60, S. 368 - 377, 1896

Bidwell, S.: On the Negative After-Images Folowing Brief Retinal Excitation. In: Proceedings of the Royal Society of London 61, S. 268 - 271, 1897

Leeman, F. et al.: Anamorphosen. Ein Spiel mit der Wahrnehmung, dem Schein und der Wirklichkeit. DuMont Schauberg, Köln 1975

Treitz, N.: Farben. Klett-Cotta, Stuttgart 1997

Treitz, N.: Spiele mit Physik! Ein Buch zum Basteln, Probieren und Verstehen. Harri Deutsch, Thun, Frankfurt am Main 1996

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