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Biologie: Tiere als Konstrukteure

Der Bildband "Architektier" überzeugt mit beeindruckenden Fotos von tierischen Bauwerken.

Wäre ein Termitenhügel nicht wie ein Schlot geformt, herrschte in seinem Innern keine konstante Temperatur von etwa 30 Grad Celsius. Und Korallen würde es ohne feste Behausung in starker Strömung zerreißen. Die beiden Beispiele verdeutlichen: Tierbauten erfüllen wichtige Funktionen. Zugleich können sie atemberaubend schön auf uns wirken. Wie schön, zeigt der deutsche Tierfotograf Ingo Arndt in dem Bildband "Architektier". Die Begleittexte stammen vom deutschen Verhaltensforscher Jürgen Tautz.

Zwei Jahre lang hat Arndt Tierbauten fotografiert – in Australien, Asien, Nordamerika und Deutschland. In seinem Band stellt er sie thematisch sortiert vor. Der inhaltliche Bogen erstreckt sich von Korallen, Muscheln und Schnecken über Gliedertiere und Vögel bis hin zu den Säugern. Die ausgewählten Tiere bauen Nester, Burgen und sonstige Behausungen und bedienen sich dabei zahlreicher Materialien, von dünnen Gräsern über Schilfhalme und Äste bis hin zu "eigens hergestellten" Bindemitteln, etwa Speichel und Kot. Insbesondere filigrane Wesen wie Köcherfliegenlarven oder Korallentiere bringen herausragende Werke zu Stande. Denn sie sind ganz besonders auf den Schutz ihrer Behausung angewiesen. ...

Februar 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Februar 2014

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