Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten von Gehirn&Geist frei zugänglich.

Vollnarkose: Blackout im Kopf

Mediziner kennen heute viele Substanzen, die das Wachbewusstsein von Patienten bei einer OP schnell und sicher ausschalten. Doch was passiert während der Vollnarkose im Gehirn? Das stellt ­Forscher noch immer vor ein Rätsel.
Kurz und schmerzlosLaden...

"Zehn, neun, acht, sieben ..." Schon die Sechs bekommt der Mann auf dem OP-Tisch nicht mehr über die Lippen. Für den Anästhesisten ein sicheres Indiz dafür, dass das Narkosemittel zu wirken beginnt. Innerhalb weniger Sekunden hat die Gabe von Propofol, einem der heute gebräuchlichsten Anästhetika, den OP-Kandidaten in einen tiefen Schlummer befördert. Solange es der chirurgische Eingriff erfordert, wird der Patient nun bewusstlos, bewegungsunfähig und schmerzunempfindlich daliegen – unter den wachsamen Augen der Ärzte.
Obwohl wir unser Wachbewusstsein im All­gemeinen hoch schätzen, gibt es durchaus Momente, in denen wir gerne darauf verzichten – vorausgesetzt, wir erlangen es später wieder ­unversehrt und in vollem Umfang zurück. Operationen, die normalerweise mit Schmerzen und motorischen Abwehrreflexen verbunden wären, wollen wir tunlichst nicht im Wachzustand erleben. Für eine künstlich erzeugte Bewusstseinspause nehmen wir sogar Gedächtnislücken und den Verlust jeglicher Kontrolle über unseren Körper in Kauf.
Doch was genau passiert dabei im Gehirn? ...

5/2013

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 5/2013

Kennen Sie schon …

September 2018

Spektrum der Wissenschaft – September 2018

In dieser Ausgabe geht Spektrum der Wissenschaft der Frage nach, wie die Nervenzellen miteinander kommunizieren. Außerdem im Heft: Impfen gegen Diabetes und die Geburt der ersten Quasare.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen

Alkire, M. T. et al.: Consciousness and Anesthesia. In: Science 322, S. 876-880, 2008

Changeaux, J.-P. G.: Conscious Processing: Implications for General Anaesthetics. In: Current Opinion in Anaesthesiology 24, S. 397-404, 2012

Chau, P.-L.: New Insight into the Molecular Mechanisms of General Anaestehtics. In: British Journal of Pharmacology 116, S. 288-307, 2010

Müller, C. P. et al.: The in vivo Neurochemistry of the Brain during General Anesthesia. In: Journal of Neurochemis­try 119, S. 419-446, 2011

Rudolph, U., Antkowiak, B.: Molecular and Neuronal Substrates for General Anaesthetics. In: Nature Reviews Neuroscience 5, S. 709-720, 2004

Solt, K., Forman, S. A.: Correlating the Clinical Actions and Molecular of General Anaesthetics. In: Current Opinion in Anaesthesiology 20, S. 300-306, 2007