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Bild des Monats: Blaue Riesenstabschrecken

Wissenschaftler haben zwei neue Arten der Riesenstabschrecken entdeckt, die im Norden Madagaskars leben. Die beiden Spezies Achrioptera manga (Foto) und Achrioptera maroloko fallen in mehrfacher Hinsicht auf. Die Weibchen werden bis zu 24 Zen­timeter lang, noch mehr aber über­raschen die Männchen, die mit der Geschlechts­reife grellbunt werden. Das ist sehr ungewöhnlich, denn Stabschrecken sind normalerweise gut getarnt und ähneln Zweigen. Die Forscher um Frank Glaw von der Zoologischen Staatssammlung München spekulieren, warum die Aufgabe des Tarnungsvorteils sich evolutionär durchsetzen konnte. Um Paarungspartner zu finden, müssen die Männchen sich mehr bewegen, was es schwieriger macht, sich als Pflanzenteil auszugeben. Möglicherweise zahlt sich deshalb die entgegengesetzte Taktik aus, Warn­farben anzunehmen, die Giftigkeit signalisieren. Es ist aber noch unklar, ob die Tiere tatsächlich toxische Abwehrstoffe produzieren oder diese aus der Nahrung aufnehmen und in ihrem Körper anreichern.

Juni 2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juni 2019

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  • Quelle
Frontiers in Ecology and Evolution 10.3389/fevo.2019.00105, 2019