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Blick in die Forschung: Im Bild: 42 auf einen Streich

Die größten Asteroiden im Blick des Very Large Telescope

Die größten Asteroiden im Blick des Very Large Telescope

Mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile und dem Präzisionsspektrografen SPHERE gelangen diese Detailbildervon 42 der größten Objekte im Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Der bei Weitem größte Himmelskörper in dieser Region des Sonnensystems ist der Zwergplanet (1) Ceres, auf den rund ein Viertel der Gesamtmasse des Asteroidengürtels entfällt. Er hat einen mittleren Durchmesser von 950 Kilometern,weniger als ein Drittel des Monddurchmessers. Die nächstgrößeren sind die Asteroiden (4) Vesta und (2) Pallas mit etwa 500 Kilometer Größe.

Schaut man sich die Bilder genauer an,so zeigen die großen Objekte meist eine Kugelform, während die kleineren Himmelskörper eine unregelmäßige, kartoffelartige Gestalt aufweisen. Die kleineren Körper wurden durch Einschläge anderer Objekte umgestaltet. Manche sind auch Bruchstücke von größeren Urkörpern im Asteroidengürtel, die bei Kollisionen auseinanderbrachen. Eine besonders bizarre Form hat der Asteroid (216) Kleopatra, der auf manchen Bildern einem Hundeknochen ähnelt. Nur drei von diesen Himmelskörpern wurden bislang von einer Raumsonde besucht: Ceres, Vesta und Lutetia. Von diesen Objekten gibt es Detailaufnahmen aus der Nähe. Sie eignen sich dazu, die Qualität der Bilder von SPHERE zu beurteilen. In vier Jahren werden hoffentlich Nahaufnahmen vom Asteroiden (16) Psyche hinzukommen, wenn ihn im Jahr 2026 die gleichnamige NASA-Sonde erreicht. Um solch detaillierte Bilder überhaupt machen zu können, musste die volle Auflösung eines der 8,2-Meter-Teleskope des VLTs genutzt werden. Dabei hob die adaptive Optik von SPHERE die Luftunruhe auf. Aber auch dann bedurfte es aufwändiger Bildverarbeitung, um die Einzelheiten sichtbar zu machen. Die SPHERE-Aufnahmen sind ein Vorgeschmack darauf, was mit dem kommenden Extremely Large Telescope der ESO möglich sein wird. Dann könnten beispielsweise weit entfernte Objekte im Kuipergürtelin ähnlicher Qualität fotografiert werden.

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