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Medizin: Blutplättchen entscheiden über Immunreaktion

Seit Langem sind die Blutplättchen als Teil des Blutgerinnungssystems bekannt, das Wunden rasch verschließt. Nun berichten Forscher um Dirk Busch von der TU München, dass Blutplättchen auch die Immunreaktion regulieren: Sie bestimmen mit darüber, ob eingedrungene Keime möglichst schnell oder besonders nachhaltig bekämpft werden.

Wenn Bakterien in den Körper gelangen, etwa das bei Lebensmittelvergiftungen beteiligte Listeria monocytogenes, kann der Organismus die Keime rasch und gründlich vernichten oder aber eine langsamere, riskantere Abwehrstrategie wählen. Diese erlaubt es dem Immunsystem, die Bakterien kennen zu lernen, um für spätere Attacken besser gerüstet zu sein. Eine wichtige Rolle beim Austarieren der beiden Reaktionen spielen die Blutplättchen. Ohne sie können die Bakterien nicht in bestimmte Bereiche der Milz gelangen, wo dendritische Zellen als Immunsystemwächter auf Eindringlinge warten...

Januar 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2012

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