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Buddhismus / Geschichte einer Weltreligion: Buddhismus – ein Weg mit vielen Pfaden

Im Lauf ihrer über 2500 Jahre langen Geschichte prägte die heute viertgrößte ­Religion der Welt viele verschiedene Kulturen. Unsere Vorstellungen im Westen sind allerdings geprägt von einem Idealbild, das Forschern zufolge noch nie der Realität entsprach.
Mittellos, ohne festen Wohnsitz und von Erbetteltem lebend – so sieht ein unfreiwilliger Aussteiger aus der Gesellschaft aus. Einer, der durch die Maschen der sozialen Netze gefallen ist. Für die meisten von uns ist das eine Horrorvorstellung, und dennoch gab es immer wieder Zeiten, in denen auch Mitglieder der geistigen Eliten genau dieses Leben wählten – freiwillig.

Im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung entschied sich ein reicher Prinz, den Luxus seines Palastlebens aufzugeben und sein Dasein der Suche nach Erleuchtung zu widmen. Jede Art von Bindung schien ihm hinderlich auf diesem Weg, weshalb er seine Familie verließ und seinen gesamten Besitz aufgab. Fortan zog er als wandernder Bettelmönch durch den Nordosten Indiens, verkündete seine Lehre, gründete einen Orden und scharte eine ständig wachsende Zahl von Anhängern um sich.

Würde Buddha heute, rund 2500 Jahre später, zurückkommen, um seine Lehre und seinen Orden in Augenschein zu nehmen, er hätte durchaus Mühe, beides wiederzuerkennen. Aus der kleinen Asketenbewegung, die in der Nähe von Benares ihren Anfang nahm, ist mittlerweile eine Weltreligion geworden. In Indien selbst ist sie allerdings fast völlig verschwunden. Buddha würde in seinem damaligen Wanderungsgebiet nur noch historische Ausgrabungsstätten vorfinden  …

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  • Literaturtipp
Heinz Bechert, Richard Gombrich (Hg.): Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart, C.H.Beck, München 2008, 400 S., € 14,90.

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