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Südostasien: Rekonstruktion einer Flucht

Als China vor über 2000 Jahren die Königreiche in seinem Süden mit Krieg überzog, löste dies mehrere Fluchtwellen aus, die sogar die thai-malaiische Halbinsel erreichten.

Südostasien wird von breiten Strömen vor allem von Nord nach Süd durchzogen und von einer tausende Kilometer langen Küste begrenzt. Völkerwanderungen orientierten sich an diesen Autobahnen der Vorgeschichte, überwanden aber auch Dschungel und Gebirgszüge und endeten in einem breiten Netz an Fluchtzielen im Süden des Subkontinents. Verschiedene Ethnien kamen, siedelten sich an und vermischten sich mit den Einheimischen. Manche blieben, andere zogen irgendwann weiter. Das geschah so schon seit der frühen Menschheitsgeschichte. Mitunter war die Suche nach besseren Lebensbedingungen der Grund einer Migration, ein andermal die Flucht vor Krieg, Bürgerkrieg oder Naturkatastrophen. Dementsprechend leben in diesem an Indien und China grenzenden Teil des asiatischen Kontinents heutzutage in elf Ländern etwa 700 Minderheiten. Politische Grenzen waren niemals starr: Vietnamesen leben heute auch in großer Zahl im Süden Kambodschas, Khmer im vietname­sischen Mekong-Delta. Die Nachfahren des mittelvietnamesischen Reichs der Cham haben sich in beiden Ländern, aber auch auf der chinesischen Insel Hainan und in Südthailand niedergelassen. Eine chinesische Gemeinschaft gibt es fast in jeder großen Stadt ...

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 4/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 4/2018

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