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Psychosen

Das Abc des Wahns

Ob Lykanthropie, Dermatozoenwahn oder Frégoli-Syndrom - wenn Menschen den Kontakt zur Realität verlieren, erliegen sie den wunderlichsten Einbildungen. Ein kleiner Führer durch die Welt der Wahnstörungen.
Kafkaeskes Leiden

Wenn Menschen an einem Wahn leiden, scheint ihr inneres Erleben in Bezug zur Außenwelt "ver-rückt" zu sein. Laut dem Züricher Psychiater und Wahnexperten Christian Scharfetter befinden sich die Erkrankten in einer "Privatwirklichkeit", die mit der nachprüfbaren Realität unvereinbar ist, an der sie jedoch unbeirrt festhalten. Dieser subjektiven Gewissheit können auch offenkundige Gegenbeweise nichts anhaben – nur bei leichteren, beginnenden oder abklingenden Symptomen melden sich zuweilen Zweifel an den eigenen Überzeugungen.
Vorrangig kennt man Wahn als Symptom ­einer Schizophrenie. Er kann aber auch bei schweren Depressionen, Manien und hirnorganischen Erkrankungen auftreten, zum Beispiel im Rahmen eines Delirs, einer Epilepsie oder Alzheimerdemenz. Manchmal ­beobachtet man Wahn auch bei Gehörlosen, bei Drogenkonsumenten oder vorübergehend bei gesunden Menschen in schweren Lebens­krisen …

3/2013

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 3/2013

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  • Quelle und Literaturtipp

Literaturtipp

Garlipp, P., Haltenhof, H. (Hg.): Seltene Wahnstörungen. Psychopathologie, Diagnostik, Therapie. Steinkopff, Heidelberg 2010
Beschreibung, Diagnostik und Therapie verschiedener Wahnformen


Quelle

Stompe, T.: Geschlecht, Alter und schizophrene Wahnthematik. In: Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 9, S. 35-37, 2008