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Krebsentstehung: Das Chaos in den Chromosomen

Das gängige Gen-Modell zur Entstehung bösartiger Tumoren kann wichtige Eigenschaften von Krebs nicht erklären. Aber mit einer neuen Perspektive, die auf Chromosomen statt auf Gene gerichtet ist, gelingt das vielleicht.
Chromosomen
In den frühen 1960er Jahren, als ich nach meiner Doktorarbeit in Frankfurt mit der Erforschung von Krebs begann, standen Viren als potenzielle Verursacher hoch im Kurs. Führende Wissenschaftler hielten es für durchaus denkbar, dass die meisten, wenn nicht alle Formen von Krebs darauf zurückzuführen sind. Die Hypothese fußte auf der Entdeckung mehrerer tierischer Tumor- oder Leukämie-Viren, die ihre Gene in die Chromosomen der befallenen Zellen integrieren. Sie leiten eine Verwandlung in Tumorzellen ein, die sich unkontrolliert zu vermehren beginnen. Optimistisch und unerfahren, wie ich damals war, glaubte ich, wenn erst die zu Grunde liegenden molekularen Mechanismen genau genug erforscht wären, ließen sich Impfstoffe entwickeln, um eine der meistgefürchteten Krankheiten der Menschheit auszurotten.

Im Jahr 1970 gelang es meinen Kollegen Michael Lai und Peter Vogt gemeinsam mit mir, ein krebsverdächtiges Gen aus dem Rous- Sarkom-Virus zu isolieren.
Oktober 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Oktober 2007

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