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Ex oriente lux: Das Elixier des Lebens

Als Goethe Mephisto behaupten ließ: "Blut ist ein ganz besondrer Saft", konnte er an die Ergebnisse einer jahrhundertealten Forschung anknüpfen. Antike Medizinpioniere hatten es jedoch nicht leicht, als sie herausfinden wollten, was es mit der karmesinroten Flüssigkeit auf sich hat.
Heute wissen wir, dass in einem menschlichen Körper etwa sechs Liter Blut mit einer Geschwindigkeit von vier Kilometern pro Stunde durch ein viele tausende Kilometer langes Leitungssystem zirkulieren und dabei Milliarden von Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. In der Antike zählte das Blut neben Schleim, gelber und schwarzer Galle zu den vier Säften, von deren ausgewogener Mischung die Gesundheit abhing. Schon damals gingen die Gelehrten davon aus, dass es sich über Blutgefäße im ganzen Körper ausbreitet.

Im 2. Jahrhundert n. Chr. erforschte der aus Pergamon stammende und in Rom prakti­zierende Arzt Galen das Blutsystem vor allem an toten Tieren. Anschließend übertrug der Leibarzt des Kaisersohns Commodus seine Erkenntnisse auf den menschlichen Körper. Basierend auf dem "Corpus Hippocraticum", der bedeutendsten Sammlung antiker medizinischer Texte, verfasste Galen seine "Ars Medica", ein 15-bändiges anatomisches Werk, das die Medizin bis in die Neuzeit prägte.  ...

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