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Interview: »Das feuchte Mauerwerk zerbröckelt im Sonnenlicht«

Seit dem letzten Irakkrieg, der vor sieben Jahren ausbrach, ist an systematische Ausgrabungen in Babylon kaum zu denken. Dabei täte Eile not, warnt Margarete van Ess, die stellvertretende Direktorin der Orient-­Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und kommis­sarische Leiterin der Außenstelle Bagdad.
epoc: Seit dem Frühjahr 2009 ist die Ruinenstätte wieder für den Tourismus geöffnet – ist das eine gute Entwicklung?

Margarete van Ess: Das sehe ich eher kritisch. Die Überreste von Babylon sind in keinem guten Zustand. Während der Saddam-Zeit hat man auf uralten Fundamenten allerlei Rekonstruktionen aufgebaut. An denen fällt aber inzwischen der Putz ab, und Feuchtigkeit dringt ein – und die erreicht auch das antike Mauerwerk. Außerdem kontrolliert niemand, wo Besucher hingehen. Das ist sogar gefährlich, da auf dem Gelände noch scharfe Munition vermutet wird. Es gibt zahlreiche Stellen, an denen noch nie ein Archäologe einen Spatenstich getan hat und die deshalb im Originalzustand erhalten bleiben sollten. Vor allem aber sind die ausgegrabenen Lehmziegelbauten zu empfindlich, um dort Touristen ungesteuert herumlaufen zu lassen. …

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