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Welt der Wissenschaft: Planetenforschung

Cassinis großes Finale

Nach rund 20 Jahren im Weltall und mehr als 13 Jahren im Umlauf um Saturn geht die Mission der Raumsonde Cassini nun zu Ende: Am 15. September wird sie in der Atmosphäre des Ringgiganten verglühen. In ihren letzten Monaten wird uns Cassini jedoch noch einmal völlig neue Informationen und einzigartige Ansichten des Planeten sowie seiner Ringe und Monde liefern und dabei sogar durch die schmale Lücke zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurch fliegen.
Cassini durchdringt die Lücke zwischen D-Ring und Saturnatmosphäre (künstlerische Darstellung)

Majestätisch hängt der sandfarbene Ball des Saturn im All, umschlossen von seinen riesigen Ringen. Ein scheinbar ruhiges Bild für die Ewigkeit, doch plötzlich wird diese ätherische Szene jäh gestört: Eine grelle Feuerkugel leuchtet unvermittelt auf, von Norden kommend bewegt sie sich rasend schnell die Wolken entlang – um bereits nach wenigen Sekunden wieder zu verlöschen. Fand hier gerade ein Meteoroid oder ein Brocken aus den Saturnringen sein feuriges Ende? Nein, nicht in diesem Fall: Diese Feuerkugel wird menschengemacht sein. Sie kennzeichnet die letzten Sekunden der Existenz der Raumsonde Cassini, die im Oktober 1997 auf ihre lange Reise geschickt wurde und seit Juli 2004 den Ringplaneten auf ständig veränderten Bahnen umrundet hat. Und ihr Ende am 15. September 2017 erfolgt nicht zufällig, sondern ist der krönende Abschluss einer scharfsinnigen Choreografie, die 20 Jahre zuvor begonnen hat.

Die Hauptaufgabe der internationalen Raumsondenmission Cassini-Huygens be­stand in der Erforschung der vielfältigen Eigenschaften des Ringplaneten Saturn. Dazu wurde sie mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Instrumenten ausgerüstet. Damit untersuchte Cassini die Atmosphäre des Planeten, den inneren Aufbau und das Magnetfeld. Ein besonderes Augenmerk war auf die Erkundung der zahlreichen Saturnmonde und des komplexen Ringsystems gerichtet. Meine Aufgaben im Kamerateam und für das Projekt umfassten unter anderem die Erforschung der kleinen äußeren Saturnmonde und des "zweifarbigen" Monds Iapetus sowie die Beobachtungsplanung für die atmosphärelosen Monde …

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April 2017

Dieser Artikel ist enthalten in Sterne und Weltraum April 2017

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  • Quellen

Althaus, T.: Cassini-Huygens – Die Erforschung des Saturnsystems. In: Sterne und Weltraum 10/1997, S. 838 – 847 Althaus, T.: Botschaften aus einer fernen Welt – Landung von Huygens auf Titan ein voller Erfolg. In: Sterne und Weltraum 3/2005, S. 22 – 27

Althaus, T.: Auf Tuchfühlung mit Titan. In: Sterne und Weltraum 9/2007, S. 32 – 35

Denk, T.: Die Raumsonde Cassini erreicht Saturn, Teil 1: Die langjährige Erforschung des Planeten, seiner Ringe und Monde beginnt. In: Sterne und Weltraum 6/2004, S. 44 – 51

Denk, T.: Die Raumsonde Cassini erreicht Saturn, Teil 2: Der Eintritt in die Umlaufbahn. In: Sterne und Weltraum 7/2004, S. 36 – 44

Denk, T.: Huygens landet auf Titan – Die Erforschung der Saturnmonde beginnt. In: Sterne und Weltraum 1/2005, S. 22 – 31

Denk, T.: 2005 – Das Jahr der Saturnmonde. Die Erkundung des Saturnsystems durch Cassini geht ins zweite Jahr. In: Sterne und Weltraum 8/2005, S. 22 – 29

Denk, T.: Cassini besucht Iapetus. In: Sterne und Weltraum 9/2007, S. 18 – 20

Denk, T.: Cassini at Iapetus: A Bumpy but Successful Flyby. In: The Planetary Report XXVIII, S. 10 – 16, 2008

Denk, T.: Das Iapetus-Rätsel ist gelöst – Wie ein Saturnmond schwarz-weiß wurde. In: Sterne und Weltraum 4/2010, S. 40 – 49

Postberg, F., Dambeck, T.: Heißes Wasser in der Tiefe des Enceladus. In: Spektrum der Wissenschaft 6/2015, S. 32 – 41