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Blick in die Forschung - Kurzberichte : Das Geheimnis des Lavasees von Loki Patera

Der Vulkan Loki Patera auf dem Jupitermond Io ist ein Gestaltwandler: Das Aussehen seiner Oberfläche ändert sich ständig. Nun fanden Forscher heraus, dass dafür offenbar zwei gegenläufige Lavawellen verantwortlich sind.
Io ist der innerste der vier großen Jupitermonde und für seinen aktiven Vulkanismus bekannt. Auf der linken Seite, leicht oberhalb der Mitte, ist Loki Patera zu sehen – ein Lavasee mit rund 200 Kilometer Durchmesser. Auf Grund seiner Form und einer zen­tralen Insel erinnert er an ein Hufeisen. Er ist der aktivste Vulkan im Sonnensystem.

"Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig." So beschreibt eine skandinavische Heldensage den Gott des Feuers, genannt Loki. Für den dauerhaft aktivsten Vulkan des Sonnensystems auf dem Jupitermond Io ist der Name Loki Patera daher ein durchaus passender Name. Denn immerhin ist er von Natur aus heiß – gleichfalls wie Feuer –, und flüssige Lava verändert permanent das Erscheinungsbild seiner Oberfläche, die sich darüber hinaus wohl auch als "schmuck und schön" beschreiben ließe.

Entdeckt wurde Loki Patera bereits im Jahr 1979 durch die Raumsonde Voyager 1, als sie vor rund 38 Jahren den Gasriesen Jupiter passierte. Aufnahmen vom Innersten der vier Galileischen Monde enthüllten damals Ios aktiven Vulkanismus, was in der Wissenschaftsgemeinde und in der Öffentlichkeit für große Aufregung sorgte. Loki Patera zeigte sich als kraterförmige Region von rund 200 Kilometer Durchmesser, die sich durch vergleichsweise hohe Temperaturen auszeichnet. In ihrem Krater befindet sich ein Lavasee, in dessen Mitte wiederum eine helle feste Insel zu liegen scheint. Sein Aussehen erinnert an ein Hufeisen.

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  • Literaturhinweis

de Kleer, K. et al.: Multi-phase Volcanic Resurfacing at Loki Patera on Io. In: Nature 545, S. 199 - 202, 2017