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Literatur: "Das Gehirn ist ein Irrtum"

Alfred Döblin und Gottfried Benn – zwei der einflussreichsten deutschen Literaten des 20. Jahrhunderts – interessierten sich zeitgleich für eines der spannendsten Forschungsgebiete überhaupt: das Gehirn. Beide näherten sich dem Thema von zwei Seiten – als Arzt und als Künstler.
Alfred Döblin, dessen Todestag sich am 26. Juni 2007 zum 50. Mal jährt, war schlank, eher schlaksig und erinnert äußerlich ein bisschen an Woody Allen. Sein bekanntestes Werk ist der mehrfach verfilmte Roman "Berlin Alexanderplatz". Sein Thema: die Großstadt und die menschliche Psyche. Sein Stil: surreal, assoziativ, ironisch bis humorvoll und dabei immer im Zwiegespräch mit der Psyche der Protagonisten. Dass sich das Motiv der Geisteskrankheit wie ein roter Faden durch seine Werke zieht, verwundert nicht – der 1878 in Stettin geborene Döblin war Nervenarzt ...

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Gehirn&Geist – Faszination Gehirn: 38 Infografiken über unser Denken, Fühlen und Handeln

Weil Sprache allein nicht immer das beste Kommunikationsmittel ist, werden seit 2013 ausgewählte Inhalte auf eine andere Art präsentiert: in Infografiken. Denn manches lässt sich in Bildern so viel einfacher darstellen als mit Worten. In dieser 2. Auflage der Spezialausgabe von »Gehirn&Geist« präsentieren wir ein »Best-of« unserer Infografiken zu Psychologie, Hirnforschung und Medizin. Wie funktioniert unser Orientierungssinn? Was haben Darmbakterien mit der Psyche zu tun? Was macht eine angenehme Unterhaltung aus? Wie wirkt Alkohol im Gehirn? Und warum lassen wir uns im Supermarkt so leicht zu Spontankäufen animieren? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in dieser 2. Auflage der Spezialausgabe von »Gehirn&Geist«. Jede der 38 Grafiken im Heft widmet sich einem eigenen Thema.

Gehirn&Geist – Wer entscheidet? Wie das Gehirn unseren freien Willen beeinflusst

Was bedeutet es, ein Bewusstsein zu haben? Haben wir einen freien Willen? Diese Fragen beschäftigen Neurowissenschaft, Philosophie und Theologie gleichermaßen. Der erste Artikel zum Titelthema zeichnet die Entwicklung der neurowissenschaftlichen Forschung nach und zeigt, wie das Gehirn das subjektive Erleben formt. Anschließend geht es im Interview mit dem Neurophilosophen Michael Pauen um die Frage, ob wir frei und selbstbestimmt handeln oder nur Marionetten unseres Gehirns sind. Die Antwort hat Konsequenzen für unser Selbstbild, die Rechtsprechung und unseren Umgang mit KI. Daneben berichten wir, wie virtuelle Szenarien die traditionelle Psychotherapie erfolgreich ergänzen und vor allem Angststörungen und Posttraumatische Belastungsstörungen lindern können. Ein weiterer Artikel beleuchtet neue Therapieansätze bei Suchterkrankungen, die die Traumata, die viele Suchterkrankte in ihrer Kindheit und Jugend erfahren haben, berücksichtigen. Zudem beschäftigen wir uns mit der Theorienkrise in der Psychologie: Der Risikoforscher Gerd Gigerenzer erklärt, warum die Psychologie dringend wieder lernen muss, ihre Theorien zu präzisieren.

Spektrum edition – Sprache

In dieser »edition« behandeln wir das Thema Sprache von den Wurzeln bis hin zur Entschlüsselung von tierischer Kommunikation mit KI. Wie klingt eine Sprache, die fast niemand kennt? Denken Menschen anders, wenn sie anders sprechen? Und was verrät der Klang einer Sprache über unsere Wahrnehmung?

  • Infos
Literaturtipps

Döblin, A.: Zwei Seelen in einer Brust. Schriften zu Leben und Werk. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1993.

Wübben, Y.: "Ein Bluff für den Mittelstand". Gottfried Benn und die Hirnforschung (3. Auflage). In: Text und Kritik 44, 2006, S. 71–82.

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