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Demografie: Das Jahrhundert der Hundertjährigen

Heute sterben die Menschen im Durchschnitt zehn Jahre später als noch vor 40 Jahren - und zwar nicht, weil ihr körperlicher Verfall sich über eine längere Zeit hinzöge, sondern weil sie bei besserer Gesundheit alt werden.
Das Jahrhundert der HundertjährigenLaden...
Sofern nicht revolutionäre wissenschaftliche Erfolge gelingen, werden die Menschen auch weiterhin altern müssen. Doch wir stehen diesem Prozess keineswegs machtlos gegenüber. Unsere durchschnittliche Lebensdauer hat bereits beträchtlich zugenommen, und ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. Die jahrtausendealte Vorstellung, dem Menschen sei eine unveränderliche natürliche Lebensspanne beschieden, gerät ins Wanken. Wahrscheinlich wird den heute lebenden jüngeren Menschen ein sehr langes Leben beschieden sein. Sollte sich der Trend der beiden letzten Jahrhunderte fortsetzen, dann werden viele der seit dem Jahr 2000 geborenen Kinder ihren 100. Geburtstag feiern.

Zwar riet der amerikanische Mediziner und Schriftsteller Oliver Wendell Holmes (1809-1894) allen, die alt werden wollen, sich "per Anzeige um ein Paar Eltern zu bemühen, die aus einer langlebigen Familie stammen", doch tatsächlich hängt die Lebensdauer eines Menschen nur in geringem Maß von genetischen Faktoren ab. Vielmehr sind es die medizinischen Fortschritte, die Verbesserungen des Gesundheitswesens, höherer Lebensstandard, bessere Bildung sowie gesündere Ernährungs- und Lebensweisen, die uns immer älter werden lassen. Allenfalls für die Zukunft könnten Fortschritte in der Genetik und der Grundlagenforschung – an Menschen und anderen Lebewesen – hilfreich sein...
November 2011

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft November 2011

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