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Blick in die Forschung: Im Bild: Das JWST ist scharf gestellt

Das eigentliche First Light des James Webb Space Telescope (JWST) rückt immer näher: Mitte April 2022 war die Feinjustage der Teleskopoptik beendet.
JWST, Webb Telescope

Das eigentliche First Light des James Webb Space Telescope (JWST) rückt immer näher: Mitte April 2022 war die Feinjustage der Teleskopoptik beendet. Die optische Qualität des Infrarotteleskops erwies sich als noch besser, als es von der NASA und den beteiligten Forschungsstätten weltweit erhofft worden war. Das 6,5 -Meter -Instrument erreicht nun die maximale, im infraroten Spektralbereich physikalisch mögliche räumliche Auflösung. Somit ist das JWST beugungsbegrenzt. Damit ist die komplexe Inbetriebnahme des eigentlichen Teleskops abgeschlossen. Alle an Bord befindlichen wissenschaftlichen Instrumente können jetzt das Teleskop wie geplant nutzen und befinden sich derzeit im so genannten Commissioning. Das bedeutet, dass die Instrumente genauestens charakterisiert und all ihre Funktionen getestet werden. Diese Phase wird rund zwei Monate andauern, und im Juli 2022 sollen die ersten wissenschaftlichen Beobachtungen beginnen. Die neuen Testbilder geben die Gesichtsfelder von vier Instrumenten im richtigen Maßstab und in der Lage zueinander Das JWST ist scharf gestellt wieder; sie nutzen nur einen Teil des gesamten Gesichtsfelds des JWST. Die Aufnahmen entstanden bei Wellenlängen zwischen 1,1 und 7,7 Mikrometern und zeigen Ausschnitte aus der Großen Magellanschen Wolke, einem etwa 170000 Lichtjahre entfernten Begleiter unseres Milchstraßensystems. Zwei Instrumente, der Infrarotspektrograf NIRSpec und der Fine Guidance Sensor, sind normalerweise nicht zur Bildgewinnung da. NIRSpec nimmt Infrarotspektren der beobachteten Objekte auf, kann aber auch zu Kalibrationszwecken als Kamera genutzt werden. Das Gleiche gilt für den Fine Guidance Sensor, der dazu dient, das Teleskop durch Leitsterne in seinen beiden Gesichtsfeldern am Himmel exakt auszurichten. Primär als Kameras funktionieren dagegen NIRCam, NIRISS und MIRI. Sie erreichen die höchste räumliche Auflösung. Die drei werden mittels Filtern Aufnahmen bei unterschiedlichen Wellenlängen machen, die sich dann zu Falschfarbenkompositen verarbeiten lassen. Die ersten Astroaufnahmen des JWST sollen im Juli  2022 veröffentlicht werden.

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