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Blick in die Forschung - Kurzberichte : Hell, kurzlebig und sehr weit weg: Das Rätsel der schnellen Radioblitze
Die "schnellen Radioausbrüche" sind das derzeit größte Rätsel der Radioastronomie. Bei der schwierigen Jagd nach ihren Quellen schießen Astronomen auch schon einmal über das Ziel hinaus.
Es wäre ein entscheidender Schritt zur Lösung eines Mysteriums gewesen: Ein Team um Evan Keane vom englischen Jodrell Bank Centre for Astrophysics veröffentlichte im Februar 2016 ihre Analyse des schnellen Radioausbruchs (engl.: fast radio burst, FRB) Nummer 150418. Der war am 18. April 2015 vom Parks-Radioteleskop in Australien aufgefangen worden. Das Australia Telescope Compact Array (ACTA), ein Verbund von sechs 22-Meter-Radioschüsseln, konnte anschließend das Nachglühen des Ausbruchs in einer sechs Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie nachweisen: Der lange gesuchte Beweis für die extragalaktische Natur des FRBPhänomens – so dachten jedenfalls Keane und seine Kollegen. Doch das sollte sich als Trugschluss erweisen.
Sterne und Weltraum – Explosion in Andromeda – Die Supernova von 1885
Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.
Sterne und Weltraum – Supernovae Ia: Wie schnell expandiert das Universum?
Ein »Jugend forscht«-Gewinner stellt sein Projekt vor, in dem er mit mehreren Supernovae Ia die Hubble-Konstante berechnet. Wir berichten über eine neue Hypothese zu schnellen Radioblitzen und präsentieren das Wendelstein-Observatorium in den Bayerischen Alpen. Woran wäre die Landung der Raumsonde SLIM fast gescheitert? Und wie baut man sich eine Ministernwarte im Garten?
Sterne und Weltraum – Superheiß: So wird die Sonnenkorona geheizt
Unsere Sonne birgt ein Temperaturrätsel: Der Sonnenkern ist etwa 15 Millionen Grad Celsius heiß, was das Verschmelzen von Atomkernen erlaubt. Diese Fusionsprozesse speisen die Sonnenenergie, die schließlich am äußersten Rand unseres Heimatgestirns – der Photosphäre – als elektromagnetische Wellen abgestrahlt wird. Dort ist unser Heimatgestirn nur noch zirka 5500 Grad Celsius heiß. Doch weiter außen erreicht sie in einer Schicht namens Korona ein bis zwei Millionen Grad Celsius! Wie kommt das? Der Sonnenphysiker Klaus-Peter Schröder klärt in der Titelgeschichte das Mysterium auf und legt dar, welche Rolle Magnetfelder dabei spielen.
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