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Astronomie für Einsteiger: Das Supermond-Phänomen

Am 14. November 2016 war Vollmond. Nicht irgendeiner, sondern ein "Supermond". Das meinten zumindest viele Medien. Und suggerierten der Öffentlichkeit, ein riesiger Erdtrabant stünde am Himmel, wie es nur alle Jubeljahre vorkäme. Eine Betrachtung der himmelsmechanischen Grundlagen zeigt den wahren Sachverhalt: Der scheinbare Durchmesser des Mondes variiert – in ganz unspektakulärem Maße.
Vollmond

Welchen Gegenstand müssen Sie zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, um damit bei ausgestrecktem Arm die Scheibe des Vollmonds am Himmel zu verdecken: ein Zehn-Cent-Stück? Eine Ein-Euro-Münze? Oder einen noch größeren Gegenstand?

Tatsächlich reicht bereits eine Erbse, um in dieser Geometrie den Vollmond vollständig zu verdecken. Wenn Ihnen diese Aussage merkwürdig vorkommt, probieren Sie es aus! Ein Selbstversuch ist schnell gemacht. Und ein Experiment ist immer die beste Methode, eine Behauptung zu überprüfen, anstatt sie unkritisch hinzunehmen.

Einige Tage vor dem 14. November 2016 häuften sich Meldungen in den Medien, der zu diesem Termin anstehende Vollmond sei ein ganz besonderer: ein so genannter Supermond, wie er nur selten vorkomme, weil sich der Erdtrabant "derzeit" so nahe an der Erde befinde wie schon lange nicht mehr und deshalb besonders groß am Himmel erscheine. Lediglich der Vollmond vom 26. Januar 1948 sei uns noch näher gekommen, und das nächste Mal, dass er uns noch näher stünde, werde erst am 25. November 2034 sein. ...

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  • Ergänzende Literatur

Feitzinger, J. V.: Die Mondillusion und der gestauchte Himmel. In Sterne und Weltraum 11/1996, S. 835 – 837

Hoeppe, G.: Die Mondillusion. In Sterne und Weltraum 2/2004, S. 46 – 47

Ross, H. E., Plug, C.: Moon Illusion. Oxford University Press. Oxford, New York, 2002

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