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Traumatisierung: Dem Schrecken ein Ende setzen

Ob Unfall, Gewaltverbrechen oder Naturkata­strophe: Wer lebensbedrohliche Situationen erlebt, leidet oft noch lange danach an den Erinnerungen. Abhilfe ver­sprechen Medikamente und Psycho­therapie - doch sie haben bislang oft nur mäßig Erfolg. Forscher erproben daher neue, wirksamere Verfahren.
Der lange Schatten
Auch wenn wir es im Alltag meistens erfolgreich verdrängen: Das Leben steckt voller Risiken – immer und überall kann etwas Unvorhergesehenes passieren. Nach Schätzung des Psychiaters Ronald Kessler von der Harvard Medical School ereignet sich im Leben jedes zweiten Menschen ein schweres traumatisches Ereignis, sei es der unerwartete Tod eines Angehörigen, ein Gewaltverbrechen oder eine Umweltkatastrophe.
Wer eine Gefahr für Leib und Leben unmittelbar miterleben musste, entwickelt häufig eine "Posttraumatische Belastungsstörung" (PTBS). Das Geschehene wirkt dann oft noch Jahre später nach und überschattet den Alltag der Betroffenen …
Juni 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Juni 2009

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Quellen

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Frommberger, U., Kellerl, R. (Hg.): Empfehlungen von Qua­litätsstandards für stationäre Traumatherapie. Dustri, München 2007.

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Yehuda, R. et al.: Low Cortisol and Risk for PTSD in Adult Offspring of Holocaust Survivors. In: American Journal of Psychiatry 157(8), S. 1252-1259, 2000.


Literaturtipps

Huber, M.: Trauma und Traumabehandlung, Teil 2: Wege der Traumabehandlung. Junfermann, Paderborn 2006.
Die Autorin ist Traumaexpertin und beschreibt laiengerecht die verschiedenen Aspekte der Traumatherapie.

Englbrecht, A., Storath, R.: In Krisen helfen. Cornelsen, Berlin 2005.