Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Traumforschung: Den Nachtmahr verjagen

Nicht nur Kinder leiden an wiederkehrenden Albträumen, auch fünf Prozent der Erwachsenen sind davon geplagt. Dabei gibt es einfache und effektive Wege, um die nächtlichen Schrecken loszuwerden. Schlafforscher Michael Schredl vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim kennt sie.
Weg aus dem Dunkel
Albträume kennt fast jeder Mensch. 70 bis 90 Prozent aller jungen Erwachsenen können sich daran erinnern, dass sie in ihrer Kindheit ab und zu von bösen Träumen geängstigt wurden. Im Alter von sechs bis zehn Jahren sind die Nachtgespenster geradezu eine Plage, doch danach treten sie immer seltener auf. Trotzdem leiden auch Erwachsene darunter: In repräsentativen Studien berichteten rund fünf Prozent der Befragten von immer wiederkehrenden Albträumen, die sie aus dem Schlaf reißen.
Schuld daran sind negative Gefühle, die von den nächtlichen Fantasien ausgelöst werden und die so beunruhigend sind, dass die Schläfer schweißgebadet erwachen. Meist lässt uns starke Angst aufschrecken, doch auch Ärger, Traurigkeit, Frustration, Ekel oder Scham reißen uns aus dem Schlaf, wenn sie zu intensiv werden ...

Kennen Sie schon …

Gehirn&Geist – 10/2021

»Gehirn&Geist« berichtet über das Gedächtnis und seine Merkfähigkeit. Wie viel Vergessen ist normal? Außerdem im Heft: Verschwörungstheorien - Keine Chance für Fake News! Evolution - Schlaf ohne Gehirn, Traumatherapie - Kann Ecstasy helfen? Ästhetik – Wann hässlich schön ist

Spektrum Kompakt – Tabu! - Darüber müssen wir reden

Wir können doch über alles reden? Mitnichten: Über viele Themen wird bis heute geschwiegen - oder nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert. Dabei wäre dringend mehr Offenheit wichtig.

Spektrum - Die Woche – 28/2020

In dieser Ausgabe widmen wir uns Goldschakalen in Deutschland, Covid-19 und der Frage, wie gesundheitsschädlich Übergewicht wirklich ist

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Infos
Literaturtipps

Schredl, M., Rüschemeyer, G.: Träume - Die Wissenschaft enträtselt unser nächtliches Kopfkino. Ullstein, Berlin 2007.
Einführung in die Geschichte der Traumforschung mit vielen Praxistipps zum Umgang mit Albträumen

Schredl, M.: Traum. Ernst Reinhardt Verlag (UTB), Stuttgart 2008.


Quellen

Hartmann, E., Kunzendorf, R. G.: Boundaries and Dreams. In: Imagination, Cognition and Personality 26(1-2), S. 101-115, 2007.

Hartmann E., Brezler, T.: A Systematic Change in Dreams after 9/11/01. In: Sleep 31(2), S. 213-218, 2008.

Schredl, M., Piel, E.: War-Related Dream Themes in Germany from 1956 to 2000. In: Political Psychology 27(2), S. 299-307, 2006.

Sjöström, N. et al.: Persistent Nightmares are Associated with Repeat Suicide Attempt. In: Psychiatry Research (im Druck).