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Körperwahrnehmung: Der eingebildete Makel

Menschen mit Körperdysmorpher Störung fühlen sich hässlich – dabei haben sie allenfalls einen kleinen Schönheitsfehler. Leiden sie an einem besonders feinen Sinn für Ästhetik?
Spieglein, Spieglein …Laden...
Eine Kraterlandschaft ist nichts dagegen. Tief zerklüftet, von Furchen und Tälern durchzogen und mit pusteligen Erhebungen übersät. Stundenlang inspiziert Andreas Klein* sein Gesicht im Spiegel. Eine leichte Akne in der Pubertät hat bei ihm ein paar winzige Narben hinterlassen – kaum sichtbar für andere. Der 26-Jährige leidet an einer Körperdysmorphen Störung (KDS). »Dysmorph« stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie »missgestaltet« oder »entstellt«. Die Betroffenen beschäftigen sich übermäßig, manche mehrere Stunden täglich, mit einem vermeintlichen körperlichen Makel. Sie fühlen sich hässlich. Dabei ist ihre Sorge unbegründet oder völlig überzogen, weil andere Menschen höchstens einen kleinen Schönheitsfehler an ihnen entdecken können ...

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Literaturtipps

Claiborn, J., Pedrick, C.: The BDD Workbook: Overcome Body Dysmorphic Disorder and End Body Image Obessions with Worksheet. Oakland: New Harbinger Publications 2003.

Phillips, K. A.: The Broken Mirror. Understanding and Treating Body Dysmorphic Disorder. Oxford University Press 2005.

Philipps, K. A. et al.: A Randomized Placebo-Controlled Trial of Fluoxetine in Body Dysmorphic Disorder. In: Archives of General Psychiatry 59(4), 2002, S. 381-388.

Rief, W. et al.: The Prevalence of Body Dys­morphic Disorder: A Population-Based Survey. In: Psychological Medicine 36(6), 2006, S. 877-885.

Stangier, U. et al.: Discrimination of Facial Appearance Stimuli in Body Dysmorphic Disorder. In: Journal of Abnormal Psychology.
erscheint voraussichtlich Ende 2007

Stangier, U.: Hautkrankheiten und Körperdysmorphe Störung. Göttingen: Hogrefe-Verlag 2002.

Wilhelm, S. et al.: Cognitive Behavior Group Therapy for Body Dysmorphic Disorder: A Case Series. In: Behaviour Research and Therapy 37(1), 1999, S. 71-75.