Direkt zum Inhalt

Zukunft der Menschheit: Der Engpass

Durch übermäßige Vermehrung und Raubbau an der Natur droht die Menschheit sich selbst und die gesamte Erde in den Abgrund zu stürzen. Noch in diesem Jahrhundert wird ein Versorgungsengpass entstehen, der nur durch eine radikale Umkehr zu meistern ist.


Das zwanzigste Jahrhundert war eine Epoche des exponentiellen wissenschaftlichen und technischen Fortschritts, der Befreiung der Künste durch einen überschäumenden Modernismus und der zunehmenden Verbreitung von Demokratie und Menschenrechten in der Welt. Gleichzeitig war es ein finsteres, unmenschliches Jahrhundert der Weltkriege, des Völkermords und totalitärer Ideologien, die der Weltherrschaft gefährlich nahe kamen. In all diesem Aufruhr gelang es der Menschheit gleichwohl, die natürliche Umwelt bedenklich zu dezimieren und die nicht erneuerbaren Ressourcen der Erde mit unbekümmerter Hemmungslosigkeit auszubeuten. Damit beschleunigten wir die Vernichtung ganzer Ökosysteme und die Ausrottung Tausender von Arten, die schon seit Jahrmillionen die Erde bevölkert hatten. Wenn es ökologische Grenzen für das wirtschaftliche Wachstum auf der Erde gibt – und dies ist zweifelsohne der Fall –, dann waren wir meistens zu beschäftigt, um dies zu bemerken.

Mit dem Beginn des neuen Jahrhunderts ist die Menschheit allmählich aus ihrem Delirium erwacht. In einer zunehmend post-ideologisch geprägten Atmosphäre sind wir vielleicht zur Umkehr bereit, bevor der Planet unwiderruflich zerstört ist. Es ist jedenfalls höchste Zeit, dass wir uns Klarheit über den Zustand der Erde verschaffen und analysieren, was erforderlich ist, um künftig allen Menschen auf Dauer ein befriedigendes Leben zu ermöglichen. Die Frage des Jahrhunderts ist: Wie finden wir am besten zu einer Kultur der Nachhaltigkeit – für uns selbst und für die uns am Leben erhaltende Biosphäre?

Angesichts einer Weltbevölkerung von mehr als sechs Milliarden Menschen und einer Zuwachsrate, die bis Mitte des Jahrhunderts eine Weltbevölkerung von acht Milliarden oder mehr erwarten lässt, verringern sich die pro Kopf zur Verfügung stehenden Mengen an Süßwasser und Ackerland auf ein Niveau, das von Experten als bedenklich eingestuft wird. Der ökologische Fußabdruck – der auf jeden Menschen entfallende durchschnittliche Anteil an fruchtbarem Land und Küstengewässern zur Befriedigung seiner grundlegenden Bedürfnisse wie Nahrung, Wasser, Wohnen, Energie, Transport, Handel und Abfallaufnahme – beträgt ungefähr 1 Hektar in den Entwicklungsländern und 9,6 Hektar in den Vereinigten Staaten. Über die gesamte Weltbevölkerung gemittelt, beträgt er 2,1 Hektar. Wollten alle Menschen auf der Welt das derzeitige Konsumniveau in den Vereinigten Staaten erreichen, würde man beim heutigen Stand der Technik vier weitere Planeten wie die Erde benötigen. Auch wenn die fünf Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern vielleicht gar nicht dieses verschwenderische Niveau anstreben, haben sie sich doch in ihrem Bemühen, zumindest einen bescheidenen Lebensstandard zu erzielen, dem Angriff der industrialisierten Welt auf die letzten natürlichen Lebensräume dieser Erde angeschlossen.

Homo sapiens
ist zu einer geophysikalischen Kraft geworden und stellt damit die erste Spezies in der Geschichte des Planeten dar, die sich dieser zweifelhaften Auszeichnung rühmen kann. Wir haben den Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre auf den höchsten Stand seit mindestens 200000 Jahren getrieben, wir haben den Stickstoffkreislauf aus dem Gleichgewicht gebracht und zu einer globalen Erwärmung beigetragen, die letztlich auf der ganzen Welt Unheil anrichten wird.

Um es auf den Punkt zu bringen: Das Jahrhundert der Umwelt hat begonnen – ein Jahrhundert, in dem die unmittelbare Zukunft als Engpass aufgefasst werden muss. Wissenschaft und Technik, gepaart mit steinzeitlicher Sturheit und Mangel an Einsicht, haben uns in die heutige Situation hineinmanövriert. Wissenschaft und Technik, verbunden mit einer gehörigen Portion Weitblick und moralischem Mut, sind nun erforderlich, um uns zu helfen, den Engpass zu überwinden und einen Weg aus der Krise zu finden.

"Moment mal!" Dies ist die Stimme des wachstumsgläubigen Ökonomen. Hören wir ihm zu. Er schreibt für Wirtschaftsblätter wie The Economist und The Wall Street Journal und verfasst Weißbücher für das Competitive Enterprise Institute und andere politisch konservative Denkfabriken. Ich werde diese Quellen benutzen, um seine Haltung so ehrlich wie möglich zusammenzufassen, wobei ich mir der Gefahr der Stereotypisierung durchaus bewusst bin. Zur Verdeutlichung der verschiedenen Positionen treffen sich ein Ökonom und ein Ökologe zu einem konstruktiven Dialog. Wir gehen von der Annahme aus, dass beide die Erhaltung des Lebens auf unserem Planeten als ihr gemeinsames Ziel verfolgen.

Der Ökonom konzentriert sich in seiner Betrachtung auf Produktion und Konsum. Dies, so seine Argumentation, sind die Grundbedürfnisse der Welt. Er hat natürlich Recht. Jede Art lebt von Produktion und Verbrauch. Der Baum wächst und verbraucht Nährstoffe und Sonnenlicht. Der Leopard jagt und "verbraucht" Wild. Und der Landwirt rottet beide aus, um Getreide anzubauen – wiederum für den Verbrauch. Das Weltbild des Ökonomen beruht auf präzisen Modellen rationaler Entscheidung sowie auf relativ kurzfristigen Zeithorizonten. Seine Parameter sind das Bruttosozialprodukt, die Handelsbilanz und der Wettbewerbsindex. Er sitzt im Vorstand großer Unternehmen, reist nach Washington und tritt gelegentlich in Talkshows im Fernsehen auf. Die Erde, so behauptet er, sei unendlich fruchtbar und ihre Kapazitäten würden noch nicht voll ausgeschöpft.

Der Ökologe vertritt eine andere Auffassung. Er verweist auf unhaltbare Ernteerträge, sinkende Grundwasserspiegel und bedrohte Ökosysteme. Auch seine Stimme findet in Regierungskreisen und der Industrie Gehör, wenn auch nur in geringem Maße. Er sitzt im Vorstand gemeinnütziger Stiftungen, schreibt für Wissenschaftsmagazine wie Scientific American und wird manchmal nach Washington berufen. Die Erde, so behauptet er, sei erschöpft und stecke in einer tiefen Krise.

Das Credo des Ökonomen

"Jetzt entspannen Sie sich erst einmal. Trotz der Weltuntergangsprophezeiungen der letzten beiden Jahrhunderte erfreut sich die Menschheit gegenwärtig eines beispiellosen Wohlstands. Gewiss gibt es Umweltprobleme, doch sind diese nicht unlösbar. Betrachten Sie sie als vorübergehende Begleiterscheinungen des Fortschritts, die beseitigt werden müssen. Die globale wirtschaftliche Situation ist positiv. Das Bruttosozialprodukt der Industrienationen ist weiter gestiegen. Trotz Rezession holen die aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften Nordamerika und Europa gegenüber auf. Überall auf der Welt verzeichnen Industrie und Dienstleistungssektor kontinuierliche Zuwächse. Seit 1950 sind das Pro-Kopf-Einkommen und die Fleischproduktion gestiegen. Auch wenn die Weltbevölkerung in demselben Zeitraum mit einer Rate von 1,8 Prozent pro Jahr explosionsartig gewachsen ist, konnte die Getreideproduktion, die in den ärmeren Ländern der Welt über die Hälfte des Kalorienbedarfs deckt und die traditionell als Beispiel für weltweite Ernteerträge herangezogen wird, mit dieser Entwicklung mehr als Schritt halten. Sie ist zwischen 1950 und 1980 von 275 Kilogramm pro Kopf auf 370 Kilogramm gestiegen. Die Wälder der Industrieländer regenerieren sich heute fast ebenso schnell, wie sie abgeholzt werden. Und obwohl die Holzvorräte in der übrigen Welt stark zurückgehen – was zugegebenermaßen ein ernstes Problem darstellt –, ist in absehbarer Zukunft keine globale Knappheit zu erwarten. Als Retter in der Not ist hier die Forstwirtschaft eingesprungen: Mehr als zwanzig Prozent der für industrielle Zwecke benötigten Hölzer stammen heute aus Baumplantagen.

Mit dem Wirtschaftswachstum nimmt auch der soziale Fortschritt zu. Die Alphabetisierung schreitet voran und damit die Befreiung und Gleichstellung der Frau. Die Demokratie, der Goldstandard politischer Systeme, setzt sich in immer mehr Ländern durch. Die durch den Computer und das Internet angetriebene Revolution in der Kommunikation hat zu einer Globalisierung des Handels und einer friedlicheren internationalen Kultur beigetragen.

Seit zwei Jahrhunderten überschattet das von Malthus beschworene Schreckgespenst der Übervölkerung die Träume der Zukunftsforscher. Wenn die Bevölkerung weiterhin exponentiell wüchse, so mahnen die Weltuntergangspropheten, reichten die begrenzten Ressourcen der Welt nicht mehr aus, um die Menschheit zu ernähren. Hungersnöte, Chaos und Kriege wären die Folge. Regional begrenzt, trat dieses Szenarium in der Tat gelegentlich ein, doch war dies weniger ein Resultat der malthusischen Bevölkerungstheorie als vielmehr das Ergebnis politischer Misswirtschaft. Menschliche Erfindungsgabe hat schon immer Mittel und Wege gefunden, um die wachsende Bevölkerung ausreichend zu versorgen und der Bevölkerungsmehrheit einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen. Ein Paradebeispiel dafür ist die ‚grüne Revolution‘, mit deren Hilfe es gelungen ist, die Ernteerträge in den Entwicklungsländern dramatisch zu erhöhen. Dieses Beispiel lässt sich mit den neuen Technologien wiederholen. Warum sollten wir daran zweifeln, dass menschlicher Unternehmungsgeist den gegenwärtigen Aufwärtstrend auch künftig fortsetzen kann?

Mit schöpferischer Kraft und harter Arbeit haben wir die Umwelt zum Wohle der Menschheit umgestaltet. Wir haben eine ungezähmte, unwirtliche Natur in einen Garten verwandelt. Es ist das Schicksal der Erde, dem Menschen untertan zu sein. Die schädlichen Nebenwirkungen dieser Herrschaft können mit zunehmendem Fortschritt gemildert und rückgängig gemacht werden."

Der Ökologe warnt

"Es ist zwar richtig, dass sich die Lebensbedingungen des Menschen in vielerlei Hinsicht dramatisch gebessert haben, doch ist dies nur die eine Seite der Medaille. Sie gehen in Ihrem Weltbild davon aus, dass die Menschheit ein Paradies geschaffen habe, das sich durch die wirtschaftlichen Prozesse von selbst am Leben erhält. Dies mag zutreffend sein – aber nur, wenn man einen unendlich großen und beliebig formbaren Planeten voraussetzt. Sie werden jedoch zugeben müssen, dass die Erde endlich ist und die ökologischen Probleme zunehmend prekärer werden. Um qualifizierte Vorhersagen über die langfristige wirtschaftliche Zukunft der Welt machen zu können, darf man sich nicht allein auf Daten wie das Bruttosozialprodukt oder die Jahresberichte von Unternehmen verlassen. Wenn wir ein realistisches Bild vom Zustand der Welt gewinnen wollen, müssen wir auch die Berichte von Ressourcenexperten und Umweltökonomen heranziehen. Sie sind es, die eine objektive Bilanz erstellen, indem sie in ihre Rechnung auch die Kosten des Wirtschaftswachstums einbeziehen.

Diese neue Riege von Statistikern verweist darauf, dass wir es uns nicht länger leisten können, die Abhängigkeit der Wirtschaft und des sozialen Fortschritts von den ökologischen Ressourcen zu ignorieren. Es ist die Qualität des wirtschaftlichen Wachstums unter Berücksichtigung der verbrauchten natürlichen Ressourcen, die langfristig zählt, nicht der reine Ertrag in Form von Produkten und Geld. Ein Land, das seine Wälder abholzt, seine Grundwasserreserven ausbeutet und seinen Ackerboden der Erosion preisgibt, ohne die Folgekosten abzuschätzen, verschließt sich der Realität und geht einer ungewissen wirtschaftlichen Zukunft entgegen. Es lebt in demselben Wahn, der schon die Walfangindustrie in den Bankrott getrieben hat. Mit der zunehmenden Verbesserung der Walfang- und Verarbeitungsmethoden stiegen die jährlichen Fangquoten, und die Walfangindustrie gedieh prächtig. Die Walbestände gingen jedoch in demselben Maße zurück, bis sie praktisch erschöpft waren. Mehrere Arten, darunter der Blauwal, das größte Lebewesen in der Erdgeschichte, wurden nahezu ausgerottet. Erst daraufhin wurden dem Walfang gewisse Beschränkungen auferlegt. Übertragen Sie dieses Beispiel auf sinkende Grundwasserspiegel, versiegende Flüsse und verschwindendes Ackerland, und Sie werden verstehen, was ich meine.

Angenommen, das auf herkömmliche Weise errechnete weltweite Bruttosozialprodukt von derzeit ungefähr 31 Billionen US-Dollar stiege weiterhin jährlich um kräftige drei Prozent. Bis 2050 würde es theoretisch 138 Billionen Dollar betragen. Setzt man nur ein Mindestmaß an ausgleichender Umverteilung dieser Summe voraus, so wäre die gesamte Weltbevölkerung nach heutigem Maßstab wohlhabend. Eine wünschenswerte Entwicklung, so sollte man meinen. Was ist der Schwachpunkt dieser Rechnung? Dass die Umwelt zerstört wird. Wenn sich der Rückgang der natürlichen Ressourcen, insbesondere von Süßwasser und Ackerland, mit derselben Geschwindigkeit wie bisher fortsetzt, wird sich das Wirtschaftswachstum zwangsläufig verlangsamen. Die resultierenden Bemühungen um eine Ausdehnung der produktiven Flächen führen wiederum zur Ausrottung eines großen Teils der Flora und Fauna unserer Welt, was ich als sehr besorgniserregend empfinde, auch wenn Sie meine Sorge vielleicht nicht teilen.

Die für produktive Zwecke beanspruchte Landfläche – der ökologische Fußabdruck – ist bereits heute viel größer, als es eine nachhaltige Nutzung der Erde erlaubt, und der Trend ist noch immer steigend. Eine jüngere Studie zu diesem Thema kommt zu dem Ergebnis, dass die Weltbevölkerung wahrscheinlich bereits um das Jahr 1978 die Kapazitätsgrenze der Erde für ein nachhaltiges Wachstum erreicht hatte. Bis zum Jahr 2000 war diese Grenze bereits um das 1,4fache überschritten. Wenn zwölf Prozent der Landfläche zum Schutz der natürlichen Umwelt unangetastet bleiben sollen, wie es der Brundtland-Bericht 1987 empfahl, wäre die Grenze für ein nachhaltiges Wachstum bereits um 1972 überschritten worden. Kurz gesagt: Die Erde hat ihre Fähigkeit zur Regeneration verloren – bis der globale Konsum gesenkt und/oder die globale Produktion gesteigert wird."

Mit der Gegenüberstellung dieser zwei diametral entgegengesetzten Anschauungen zur wirtschaftlichen Zukunft möchte ich nicht andeuten, es gebe zwei Kulturen mit unterschiedlichen Wertvorstellungen. Alle, denen die Wirtschaft ebenso wie die Umwelt am Herzen liegt, und dies ist die große Mehrheit der Menschen, gehören derselben Kultur an. Der Blick unserer beiden Diskussionspartner ist nur auf verschiedene Punkte der menschlichen Raumzeitskala gerichtet. Sie unterscheiden sich in der Auswahl der Faktoren, die sie für ihre Zukunftsprognosen berücksichtigen, im Maß ihrer Wertschätzung der nichtmenschlichen Lebewesen sowie darin, wie weit sie in die Zukunft schauen. Die meisten Ökonomen und alle außer ihren politisch konservativsten öffentlichen Vertretern erkennen heute an, dass die Welt Grenzen hat und dass sich die Weltbevölkerung ein weiteres Wachstum kaum noch leisten kann. Aber obwohl sie wissen, dass der Mensch dabei ist, die biologische Vielfalt zu zerstören, wollen sie sich nicht damit auseinander setzen.

Glücklicherweise ist die ökologische Sichtweise auf dem Vormarsch. Vielleicht sollte man gar nicht mehr von "der ökologischen Sichtweise" sprechen – als ob es sich nicht um eine dem Allgemeinwohl verpflichtete Perspektive handelte –, sondern vielmehr von "der realistischen Sichtweise". In einer realistisch geführten und bewerteten Volkswirtschaft ist eine ausgewogene Bilanzierung selbstverständlich. Das herkömmliche Bruttosozialprodukt wird dabei durch einen umfassenderen Indikator für tatsächlichen Fortschritt (Genuine Progress Indicator, GPI) ersetzt, der auch die ökologischen Kosten wirtschaftlicher Aktivität abzuschätzen versucht. Eine wachsende Zahl von Ökonomen, Wissenschaftlern, Politikern und anderen haben sich bereits aktiv für diese veränderte Sichtweise eingesetzt.

Die Bevölkerungsexplosion …

Am oder um den 12. Oktober 1999 hat die Weltbevölkerung die Grenze von sechs Milliarden Menschen überschritten. Sie ist seitdem weiter gestiegen, und zwar mit einer Geschwindigkeit von 1,4 Prozent pro Jahr. Dies entspricht einem Zuwachs von 200000 Menschen pro Tag und 1,4 Millionen pro Woche. Das kommt der Einwohnerzahl einer größeren Stadt gleich. Obwohl sich das Wachstum allmählich zu verlangsamen beginnt, steigt es noch immer im Wesentlichen exponentiell: je größer die Bevölkerung, desto schneller das Wachstum, und je schneller das Wachstum, desto größer die Bevölkerung. Diese Entwicklung setzt sich in astronomische Höhen fort, wenn nicht der Trend gestoppt und die Wachstumsrate auf null oder darunter gesenkt wird. Was ein solches exponentielles Wachstum bedeutet, wird deutlich, wenn man sich Folgendes vor Augen hält: Menschen, die im Jahr 1950 geboren wurden, sind die ersten, zu deren Lebzeiten sich die Weltbevölkerung verdoppelt hat – von 2,5 auf über 6 Milliarden. Allein im zwanzigsten Jahrhundert wuchs die Bevölkerung um mehr Menschen als bis dahin in der gesamten Menschheitsgeschichte. So lebten um 1800 circa eine Milliarde Menschen auf der Welt, und noch um 1900 waren es nicht mehr als 1,6 Milliarden.

Das Muster des menschlichen Bevölkerungswachstums im 20. Jahrhundert entspricht eher dem von Bakterien als dem von Primaten. So hat Homo sapiens mit Erreichen der 6-Milliarden-Grenze die Biomasse jeder anderen großen Landtierart, die je auf der Erde gelebt hat, um ein Hundertfaches überflügelt. Eine Fortsetzung der Entwicklung wie in den letzten hundert Jahren können sich die Menschheit und die Natur nicht mehr leisten.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts zeichnete sich in weiten Teilen der Welt eine gewisse Entspannung ab. In Nord- und Südamerika, in Europa, Australien und in einem Großteil Asiens traten die Menschen allmählich auf die Bremse. Die Fruchtbarkeitsrate, das heißt die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau, sank von 4,3 im Jahr 1960 auf 2,6 im Jahre 2000. Die für ein Nullwachstum erforderliche Fruchtbarkeitsrate, bei der sich Geburtenrate und Sterberate die Waage halten und die Bevölkerungszahl konstant bleibt, liegt bei 2,1 (das zusätzliche Zehntelprozent ist der Ausgleich für die Säuglings- und Kindersterblichkeit). Liegt die Fruchtbarkeitsrate auch nur geringfügig über 2,1, so nimmt die Bevölkerung dennoch exponentiell zu. Dies bedeutet: Auch wenn das Bevölkerungswachstum mit zunehmender Annäherung der Fruchtbarkeitsrate an den Wert 2,1 immer weniger steil ansteigt, wird die Menschheit irgendwann, zumindest theoretisch, mehr wiegen als die Erde und schließlich sogar die Masse des sichtbaren Universums übertreffen – vorausgesetzt, die Entwicklung dauert lange genug an. Wenn dagegen die Fruchtbarkeitsrate unter den Wert von 2,1 sinkt, nimmt die Bevölkerungszahl ab, und es ergibt sich eine negative exponentielle Wachstumskurve. Natürlich ist es eine grobe Vereinfachung, 2,1 als den kritischen Wert für ein Erreichen des Nullwachstums anzusetzen. Fortschritte in der medizinischen Versorgung können ihn durch Reduzierung oder Beseitigung der Säuglings- und Kindersterblichkeit auf den idealen Wert von 2,0 senken, während Hungersnöte, Epidemien und Kriege ihn durch eine Erhöhung der Sterblichkeit anheben. Über einen längeren Zeitraum und weltweit gemittelt, heben sich lokale Unterschiede und statistische Fluktuationen jedoch auf, und die ehernen demografischen Gesetze verschaffen sich unbarmherzig Geltung. Sie vermitteln uns stets die gleiche Botschaft: dass ein exzessives Bevölkerungswachstum die Erde überfordert.

Bis zum Jahr 2000 war die Fruchtbarkeitsrate in allen Ländern Westeuropas unter den Wert von 2,1 gesunken. An der Spitze stand dabei Italien mit durchschnittlich 1,2 Kindern pro Frau (so viel zum Einfluss kirchlicher Doktrin in Fragen der Geburtenkontrolle). Auch Thailand hat die magische Zahl unterschritten, ebenso der nicht zugewanderte Bevölkerungsanteil in den USA.

Wenn ein Land seine jeweilige Geburtenrate für ein Nullwachstum erreicht oder gar unterschritten hat, kommt sein Bevölkerungswachstum nicht sofort zum Stillstand. Durch das positive Wachstum kurz vor Erreichen des kritischen Wertes gibt es eine unverhältnismäßig hohe Anzahl junger Menschen, die den größten Teil ihres Lebens und damit ihre fruchtbaren Jahre noch vor sich haben. Erst wenn diese Gruppe älter wird und der Anteil von Menschen, die Kinder bekommen, abnimmt, stabilisiert sich die Altersverteilung auf dem Niveau des Nullwachstums, und die Bevölkerung wächst nicht weiter. Selbst wenn ein Land den kritischen Wert unterschreitet, vergeht eine gewisse Zeit, bevor die absolute Wachstumsrate negativ wird und die Bevölkerung tatsächlich zurückgeht. Italien und Deutschland beispielsweise haben eine solche Phase des absoluten negativen Bevölkerungswachstums erreicht.

Der Rückgang des globalen Bevölkerungswachstums ist auf drei miteinander verknüpfte soziale Einflussfaktoren zurückzuführen: die Globalisierung einer von Wissenschaft und Technik angetriebenen Wirtschaft, die damit einhergehende Landflucht der Bevölkerung und, daraus resultierend, die zunehmende Gleichstellung der Frau. Die soziale und wirtschaftliche Befreiung der Frau schlägt sich in einem Rückgang der Geburten nieder. Die bewusste Entscheidung der Frauen für weniger Kinder kann als ein Geschenk, ja geradezu als ein Segen für künftige Generationen betrachtet werden. Denn es könnte auch genau umgekehrt sein, dass sich nämlich Frauen – durch zunehmenden Wohlstand von wirtschaftlichen Zwängen befreit – für mehr Nachkommen entscheiden. Das Gegenteil ist der Fall. Statt größere Familien zu haben, ziehen sie es vor, eine kleinere Zahl von Kindern aufzuziehen, die gesünder und mit besseren Ausbildungschancen aufwachsen. Dadurch verbessern sich gleichzeitig ihre eigenen Lebensbedingungen. Dieser Trend scheint weit verbreitet, wenn nicht gar allgemeingültig zu sein. Seine Bedeutung kann gar nicht überschätzt werden. Gesellschaftskritiker behaupten oft, die Menschheit gefährde sich durch ihre natürlichen Instinkte – etwa Stammesdenken, Aggression und Habgier – selbst in ihrer Existenz. Meines Erachtens werden künftige Demografen darauf verweisen, dass die Rettung der Menschheit eben einem dieser Instinkte zu verdanken ist, dem Mutterinstinkt.

… und ihr Umkehrpunkt

Wenn der weltweite Trend zu kleineren Familien weiter anhält, wird das Bevölkerungswachstum irgendwann zum Stillstand kommen und schließlich sogar rückläufig sein. Die Weltbevölkerung wird einen Höhepunkt erreichen und danach wieder abfallen. Doch um wie viel wird sie noch wachsen, und wann wird sie ihren Höhepunkt erreichen? Wie wirkt sich das Bevölkerungswachstum bis dahin auf die Umwelt aus?

Im September 1999 veröffentlichte das Referat für Bevölkerung der Hauptabteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen auf der Grundlage vier verschiedener Annahmen für die weibliche Fruchtbarkeitsrate eine Reihe möglicher Zukunftsszenarien bis zum Jahr 2050. Wenn die Anzahl der Kinder pro Frau sofort auf zwei sänke, so würde sich die Weltbevölkerung um das Jahr 2050 auf ungefähr 7,3 Milliarden Menschen einpendeln. Ein so starker Wachstumsrückgang ist natürlich nicht eingetreten und wird sicherlich auch in den nächsten Jahrzehnten nicht erreicht werden. Der Wert von 7,3 Milliarden Menschen ist somit also extrem unwahrscheinlich. Wenn andererseits die Fruchtbarkeitsrate weiterhin in dem Maße abnimmt wie bisher, wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf ungefähr 10,7 Milliarden Menschen anwachsen und noch einige Jahrzehnte einen steilen Anstieg verzeichnen, bis der Höhepunkt erreicht ist. Hält dagegen der gegenwärtige Wachstumstrend an, so werden bis zum Jahr 2050 14,4 Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Wenn schließlich die globale Fruchtbarkeitsrate schneller auf einen Wert von 2,1 oder darunter sinkt, als der gegenwärtige Trend erwarten lässt, so wird die Weltbevölkerung bis 2050 8,9 Milliarden Menschen betragen. Auch in diesem Fall würde sie zwar noch eine Weile weiter wachsen, doch die Kurve wäre weniger steil. Das zuletzt beschriebene Szenarium dürfte das wahrscheinlichste sein. Man kann also mit einiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Weltbevölkerung im ausgehenden 21. Jahrhundert bei neun bis zehn Milliarden Menschen ihren Höhepunkt erreichen wird.

Wenn erschwingliche Methoden der Empfängnisverhütung zur Verfügung stehen und Frauen die Wahlmöglichkeit haben, machen sie von diesem Angebot in der Regel Gebrauch. Der Prozentsatz von Frauen, die Geburtenkontrolle praktizieren, variiert dabei noch stark von Land zu Land. In Europa und den Vereinigten Staaten liegt ihr Anteil bei mehr als 70 Prozent, dicht gefolgt von Thailand und Kolumbien. In Indonesien sind es ungefähr 50 Prozent; in Bangladesch und Kenia 30 Prozent, während es in Pakistan nach wie vor nicht mehr als 10 Prozent sind. Viele nationale Regierungen wollen die Geburtenkontrolle weiter ausbauen oder dulden sie zumindest stillschweigend. Dies lässt hoffen, dass sich die Familienplanung global weiter durchsetzen wird. Bis 1996 gab es bereits in 130 Ländern staatlich geförderte Programme zur Familienplanung. Darüber hinaus verfolgten mehr als die Hälfte aller Entwicklungsländer neben ihrer Wirtschafts- und Verteidigungspolitik eine gezielte Bevölkerungspolitik. Über 90 Prozent der übrigen Entwicklungsländer erklärten ihre Absicht, diesem Beispiel folgen zu wollen. Eine verblüffende Ausnahme bilden die Vereinigten Staaten, für die das Thema praktisch noch immer ein Tabu darstellt.

Die Förderung bevölkerungspolitischer Maßnahmen seitens der Entwicklungsländer hätte nicht einen Augenblick später einsetzen dürfen, denn das ökologische Schicksal der Welt liegt letztlich in ihren Händen. Praktisch das gesamte Bevölkerungswachstum der Welt findet heute in den Entwicklungsländern statt, und diese werden unerbittlich nach einem höheren Pro-Kopf-Verbrauch streben.

Die Folgen des Bevölkerungswachstums sind weit gefächert und tief greifend. Die Menschen in den Entwicklungsländern sind im Durchschnitt weitaus jünger als in den Industrieländern, und diese Kluft wird sich noch vergrößern. In mindestens 68 Ländern machen Kinder und Jugendliche unter fünfzehn Jahren mehr als 40 Prozent der Bevölkerung aus. Hier einige typische Zahlen aus dem Jahr 1999: Afghanistan 42,9 Prozent, Benin 47,9 Prozent, Kambodscha 45,4 Prozent, Äthiopien 46,0 Prozent, Grenada 43,1 Prozent, Haiti 42,6 Prozent, Irak 44,1 Prozent, Libyen 48,3 Prozent, Nicaragua 44,0 Prozent, Pakistan 41,8 Prozent, Sudan 45,4 Prozent, Syrien 46,1 Prozent und Simbabwe 43,8 Prozent.

Ein armes Land mit einem hohen Bevölkerungsanteil von Kindern und Jugendlichen steht vor fast unlösbaren Problemen, wenn es seiner Bevölkerung auch nur ein Mindestmaß an Gesundheitsversorgung und Ausbildung bieten will. Zwar kann das Überangebot an ungelernten, billigen Arbeitskräften einen gewissen marktwirtschaftlichen Vorteil bedeuten; aber gerade diese Menschen werden auch als Kanonenfutter in ethnischen Konflikten und Kriegen eingesetzt. Mit steigender Weltbevölkerung und zunehmender Verknappung von Wasser und Ackerland sind die Industrieländer wachsendem Druck seitens der Entwicklungsländer ausgesetzt: durch den Zustrom verzweifelter Einwanderungswilliger und die Gefahr sich ausbreitenden internationalen Terrorismus.

Grenzen der Belastbarkeit

Wie viele Menschen kann die Erde versorgen, bis die Grenzen ihrer Belastbarkeit erreicht sind? Diese Frage lässt sich grob beantworten, doch hängt die Antwort von drei Rahmenbedingungen ab: Über welchen Zeitraum soll die Erde in der Lage sein, die Menschheit zu versorgen? Wie gleichmäßig sollen die Ressourcen verteilt werden? Welchen Lebensstandard strebt man für die Mehrheit der Menschen an?

Betrachten wir die Ernährung, die Ökonomen gewöhnlich stellvertretend als Maßstab für die Tragfähigkeit der Erde benutzen. Die Weltgetreideproduktion, die den Hauptkalorienanteil der menschlichen Ernährung bereitstellt, beträgt heute ungefähr zwei Milliarden Tonnen jährlich. Dieser Ertrag reicht theoretisch aus, um den Bedarf von rund zehn Milliarden Indern zu decken, die sich hauptsächlich von Getreide ernähren und nach westlichem Maßstab nur sehr wenig Fleisch konsumieren. Derselbe Ertrag würde jedoch nur für ungefähr 2,5 Milliarden Amerikaner ausreichen, da diese einen großen Teil ihres Getreides für die Vieh- und Geflügelzucht benötigen. Problematisch wird es, sobald auch Indien und andere Entwicklungsländer mehr Fleisch in ihre Ernährung einbeziehen. Wenn sich die Bodenerosion und der Rückgang des Grundwassers im gleichen Maße wie bisher fortsetzen, erscheint es unvermeidlich, dass bei einem Anstieg der Weltbevölkerung auf neun bis zehn Milliarden Menschen Nahrungsmittelengpässe eintreten. Es gibt zwei Möglichkeiten, um diesem Notstand vorzubeugen: Entweder steigen die Industrieländer auf eine stärker vegetarisch ausgerichtete Ernährung um, oder die landwirtschaftlichen Erträge werden weltweit um mehr als 50 Prozent gesteigert.

Die Grenzen der Biosphäre stehen unumstößlich fest. Jeder, der nicht gerade in blindem Fortschrittsglauben befangen ist, muss erkennen, dass die Belastbarkeit der Erde allmählich ausgeschöpft ist. Schon heute nimmt der Mensch rund 40 Prozent der von Grünpflanzen produzierten organischen Materie auf diesem Planeten in Besitz. Wenn alle Menschen übereinkämen, sich vegetarisch zu ernähren und so gut wie kein Getreide mehr für die Viehzucht zu verwenden, dann würde die derzeit für landwirtschaftliche Zwecke genutzte Fläche von 1,4 Milliarden Hektar rund zehn Milliarden Menschen ernähren. Wenn die Menschheit sogar die gesamte durch Pflanzenphotosynthese gewonnene Energie auf dem Lande und im Meer – insgesamt ungefähr 40 Billionen Watt – für die Ernährung verwenden würde, könnte der Planet etwa 17 Milliarden Menschen versorgen. Doch schon lange bevor diese letzten Reserven erschöpft wären, dürfte das Leben auf der Erde zur Hölle geworden sein.

Natürlich mag es hier und da noch Möglichkeiten geben, die Nahrungsmittelproduktion zu steigern. So könnte man versuchen, die letzten Erdölreserven in Nahrung zu verwandeln. Möglicherweise gelingt es auch, mit Hilfe der Kernfusion Energie für die Erzeugung von Licht zu gewinnen, das zur Photosynthese und zur Erzeugung eines von Sonnenlicht unabhängigen Pflanzenwachstums benutzt werden kann. Vielleicht lernt es die Menschheit auch eines fernen Tages, die gesamte Sonnenenergie für die Erhaltung des menschlichen Lebens auf der Erde nutzbar zu machen und Kolonien auf anderen Planeten des Sonnensystems zu gründen. Aber gewiss wird niemand von uns bis an diese Grenzen vorstoßen wollen, nur damit die Menschheit ihre reproduktive Torheit weiter fortsetzen kann.

Das Epizentrum der ökologischen Veränderungen, das Sinnbild für Bevölkerungsdruck, ist die Volksrepublik China. Im Jahr 2000 zählte die chinesische Bevölkerung 1,2 Milliarden Menschen, ein Fünftel der Weltbevölkerung. Demografen vermuten, dass bis zum Jahr 2030 rund 1,6 Milliarden Menschen in China leben werden. Zwischen 1950 und 2000 wuchs die Bevölkerung Chinas um 700 Millionen Menschen. Das sind mehr Menschen, als zu Beginn der Industriellen Revolution auf der ganzen Welt lebten. Der größte Teil dieses Bevölkerungszuwachses drängt sich in den Einzugsgebieten des Jangtse und des Gelben Flusses, die ungefähr eine Fläche von der Größe der amerikanischen Oststaaten einnehmen.

Als sich die Amerikaner in der Vergangenheit in einer ähnlichen Situation befanden, hatten sie allerdings das große Glück, sich geografisch ausdehnen zu können. Zur Zeit der Gründung der Republik 1776 zählte die amerikanische Bevölkerung zwei Millionen Menschen. Bis zum Jahr 2000 wuchs sie explosionsartig auf 270 Millionen an. Während dieser Phase konnten sich die Amerikaner jedoch ungehindert über einen fruchtbaren und im Wesentlichen leeren Kontinent ausbreiten. Wie eine Flutwelle ergoss sich der Menschenstrom westwärts in das Ohio-Tal, die Große Ebene und schließlich bis in die Täler der Pazifikküste. Die Chinesen konnten dagegen nirgendwohin ausweichen. Im Westen bildeten Wüsten und Berge eine unüberwindliche Grenze, und im Süden stießen sie auf den Widerstand anderer Völker. So blieb der Bevölkerung nichts anderes übrig, als auf dem Land, das schon ihre Vorfahren seit Jahrtausenden bewirtschafteten, immer dichter zusammenzurücken. China entwickelte sich somit zu einer riesigen übervölkerten Insel – vergleichbar mit Jamaika oder Haiti, nur eben viel größer.

Als hoch intelligentes, innovatives Volk haben die Chinesen das Beste aus ihrer Situation gemacht. Heute sind China und die USA die zwei führenden Getreideproduzenten der Welt. Gemeinsam bauen sie einen überdurchschnittlich hohen Anteil des Grundnahrungsmittels an, das den Kalorienbedarf der Weltbevölkerung zu einem großen Teil deckt. Chinas riesige Bevölkerung steht jedoch kurz davor, mehr zu konsumieren, als sie produzieren kann. 1997 prognostizierte ein Wissenschaftlerteam in einem Bericht für den US-amerikanischen National Intelligence Council (NIC), dass China bis zum Jahre 2025 jährlich 175 Millionen Tonnen Getreide einführen müsse.

Extrapoliert man diese Schätzung bis zum Jahr 2030, so steigt der jährliche Bedarf auf 200 Millionen Tonnen an, was der gesamten derzeitigen weltweiten Exportmenge entspricht. Ändern sich die Parameter dieses Modells, können diese Zahlen nach oben oder unten abweichen, doch wäre es leichtfertig, sich beim Entwurf einer langfristigen Planungsstrategie von einer optimistischen Haltung leiten zu lassen, wenn so viel auf dem Spiel steht. In der Tat führten die Chinesen nach 1997 auf Provinzebene ein Sofortprogramm zur Steigerung der Getreideproduktion auf Exportniveau ein. Die Bemühungen waren erfolgreich, doch möglicherweise nur auf kurze Sicht, wie auch die Regierung selbst anerkennt. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen nämlich unrentable Böden kultiviert werden, der ökologische Schaden pro Hektar bewirtschafteter Fläche steigt, und die kostbaren Grundwasserreserven des Landes werden noch schneller erschöpft, als dies ohnehin schon der Fall ist.

Chinas Dilemma

Dem Bericht des National Intelligence Council zufolge könnte ein Rückgang der chinesischen Getreideproduktion möglicherweise von den fünf großen Getreide-Exporteuren – USA, Kanada, Argentinien, Australien und der Europäischen Union – aufgefangen werden. Die Exporte dieser führenden Getreideproduzenten haben jedoch nach einem anfänglich steilen Anstieg in den sechziger und siebziger Jahren nicht mehr nennenswert zugenommen und bewegen sich seit den achtziger Jahren auf ungefähr konstantem Niveau. Mit den derzeitigen landwirtschaftlichen Kapazitäten und Methoden kann dieser Ertrag wahrscheinlich nicht mehr signifikant gesteigert werden. So haben die USA und die Europäische Union sogar schon begonnen, die im Rahmen früherer Flächenstilllegungsprogramme vernachlässigten Produktionsflächen wieder zu bewirtschaften. In Australien und Kanada, die im Wesentlichen von Trockenfarmsystemen abhängen, ist der limitierende Faktor für Produktionssteigerungen der geringe Niederschlag. Und in Argentinien gibt es zwar noch Spielraum für eine Produktionssteigerung, aber das Land ist nicht besonders groß, und so ist nicht anzunehmen, dass Argentiniens Getreideüberschüsse zehn Millionen Tonnen pro Jahr überschreiten werden.

China selbst hängt in starkem Maße von künstlicher Bewässerung ab, wobei das Wasser zum Teil aus Flüssen und zum Teil aus Grundwasser führenden Gesteinsschichten (Aquifers) entnommen wird. Das größte Problem sind hier abermals die geografischen Rahmenbedingungen: Zwei Drittel der landwirtschaftlichen Produktion werden im Norden erzeugt, während die Wasservorräte zu 80 Prozent im Süden, hauptsächlich im Gebiet des Jangtse, lokalisiert sind. Künstliche Bewässerung und die Wasserentnahme für industrielle und private Nutzung haben die Wasservorräte der nördlichen Becken, in denen der Gelbe Fluss, der Haihe-, der Huaihe- und Liaohe-Fluss entspringen, praktisch erschöpft. In diesen Regionen und im Jangtse-Becken leben insgesamt 900 Millionen Menschen; 75 Prozent der Nahrungsmittel Chinas werden dort produziert.

Seit 1972 trocknet der Gelbe Fluss fast jährlich auf einem Teil seines Laufs durch die Provinz Shandong bis zum Meer aus. 1997 versiegte er über einen Zeitraum von 130 Tagen ganz, dann floss er wieder für kurze Zeit, bis er erneut für den Rest des Jahres austrocknete. Insgesamt führte er in jenem Jahr über einen Zeitraum von 226 Tagen kein Wasser, was einen neuen traurigen Rekord darstellte. Da die Provinz Shandong normalerweise ein Fünftel der chinesischen Weizenernte und ein Siebtel der Maisernte einfährt, hat das Versiegen des Gelben Flusses nicht unerhebliche Auswirkungen. Allein der Ernteausfall im Jahr 1997 belief sich auf 1,7 Milliarden Dollar.

Der Grundwasserspiegel der nördlichen Ebenen ist inzwischen bedenklich gefallen. Mitte der neunziger Jahre sank er durchschnittlich um 1,5 Meter pro Jahr. In Peking selbst fiel er zwischen 1965 und 1995 um 37 Meter.

Im Hinblick auf den chronischen Wassermangel im Einzugsgebiet des Gelben Flusses hat die chinesische Regierung den Bau des Xiaolangdi-Staudamms beschlossen, der an Größe nur noch von dem Drei-Schluchten-Staudamm am Jangtse übertroffen wird. Der Xiaolangdi-Staudamm soll die Probleme saisonaler Überschwemmung wie auch periodischer Dürre lösen. Darüber hinaus werden Pläne für den Bau von Kanälen erarbeitet, um Wasser aus dem nie versiegenden Jangtse in den Gelben Fluss und nach Peking umzuleiten.

Ob diese Maßnahmen das landwirtschaftliche und wirtschaftliche Wachstum Chinas nachhaltig zu stützen vermögen, lässt sich zurzeit nicht abschätzen. Fest steht jedoch, dass solche Maßnahmen mit Nebenwirkungen einhergehen, die große Komplikationen hervorrufen können. An erster Stelle ist hier die Gefahr der Versandung durch mitgeschwemmten Lössböden zu nennen. Der Gelbe Fluss ist das schlammhaltigste fließende Gewässer der Welt, und einer Studie zufolge könnte er den Xiaolangdi-Stausee schon dreißig Jahre nach Fertigstellung komplett versanden.

Die Volksrepublik China hat sich selbst in eine Situation hineinmanövriert, in der sie gezwungen ist, die Wasserversorgung ihrer Flachlandgebiete ständig neu zu konzipieren und umzugestalten. Das ist jedoch nicht das Hauptproblem. Der wesentliche Punkt ist, dass China eine zu große Bevölkerung hat. Diese Bevölkerung ist außerdem bewundernswert fleißig und drängt energisch nach sozialem Aufstieg und Erfolg. Der ohnehin hohe Wasserbedarf wird dadurch weiter in die Höhe schnellen. Hochrechnungen zufolge wird sich allein die private Nachfrage bis zum Jahr 2030 auf 134 Milliarden Tonnen vervierfachen, während sich die industrielle Nachfrage auf 269 Milliarden Tonnen verfünffachen wird. Dies wird drastische Auswirkungen haben. Schon heute sind 300 von 617 chinesischen Städten von Wassermangel bedroht.

Menetekel für die Menschheit

Der Druck auf die Landwirtschaft wird in China zusätzlich durch ein Dilemma verschärft, das in unterschiedlich starker Ausprägung alle Länder betrifft. Mit zunehmender Industrialisierung steigt das Pro-Kopf-Einkommen, und die Menschen konsumieren mehr Nahrung. Sie bewegen sich außerdem durch stärkeren Konsum von Fleisch- und Milchprodukten in der Energiepyramide nach oben. Da die Kalorienzahl, die aus einem Kilogramm Getreide gewonnen wird, abnimmt, wenn es über den Umweg von Geflügel oder Fleisch Eingang in die menschliche Ernährung findet, steigt der Getreidekonsum pro Kopf zwangsläufig an. Die zur Verfügung stehenden Wasserreserven bleiben dagegen mehr oder weniger konstant. Auf einem freien Markt kann die landwirtschaftliche Nutzung von Wasser nicht mit der industriellen Nutzung konkurrieren. Tausend Tonnen Süßwasser ergeben eine Tonne Weizen mit einem Wert von 200 Dollar. Dieselbe Wassermenge wirft in der Industrie einen Ertrag von 14000 Dollar ab. Mit zunehmendem Wohlstand durch Industrie und Handel wird das ohnehin knappe Wasser in China also immer teurer werden. Die Kosten der landwirtschaftlichen Produktion werden entsprechend steigen und damit auch die Nahrungsmittelpreise, wenn nicht der Staat die Bereitstellung von Wasser subventioniert. Das ist zum Teil der Beweggrund für die mit enormen öffentlichen Mitteln gebauten Staudämme der Drei Schluchten und von Xiaolangdi.

Theoretisch muss eine wohlhabende industrialisierte Volkswirtschaft nicht unbedingt landwirtschaftlich unabhängig sein. China könnte also seinen zusätzlichen Getreidebedarf durch Zukäufe von den fünf großen Getreideproduzenten decken – theoretisch. Unglücklicherweise ist die chinesische Bevölkerung jedoch so groß und der Weltgetreideüberschuss so gering, dass eine solche Lösung nicht ohne Auswirkung auf den Weltmarkt bliebe. Durch seine Nachfrage wird China unweigerlich den Preis für Getreide in die Höhe treiben, was es wiederum den ärmeren Entwicklungsländern erschwert, ihren eigenen Bedarf zu decken. Gegenwärtig sinkt der Getreidepreis zwar noch, doch ist anzunehmen, dass sich dies mit wachsender Bevölkerungszahl ändern wird.

Ressourcenexperten stimmen darin überein, dass dieses Problem nicht ausschließlich mit den Methoden des Wasserbaus gelöst werden kann. Erforderlich ist unter anderem der Übergang zu einem verstärkten Anbau von Obst und Gemüse, der zwar arbeitsintensiver ist als die Getreideerzeugung, dadurch aber China einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Strenge Wassersparmaßnahmen in Industrie und Haushalten sind ebenso vonnöten wie der landwirtschaftliche Einsatz von Tropfbewässerungssystemen und optimierten Beregnungsanlagen statt der herkömmlichen, verschwenderischen Überflutungs- und Furchenbewässerung. Auch die Privatisierung von Landbesitz kann in Verbindung mit Subventionen und Preisliberalisierung verstärkt Anreize für Bauern bieten, Wasser zu sparen.

Die Kosten, die China der Umwelt zur Erhaltung seines Wachstums aufbürdet – und die in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung selten auftauchen –, erreichen unterdessen ein verheerendes Ausmaß. Zu den aufschlussreichsten Indikatoren zählt die Verschmutzung des Wassers. Die größeren Flüsse Chinas erstrecken sich über eine Gesamtlänge von rund 50000 Kilometern. Nach Berichten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind achtzig Prozent dieser Wasserläufe so verseucht, dass in ihnen keine Fische mehr leben. Der Gelbe Fluss zum Beispiel ist über weite Strecken tot. Sein Wasser – vergiftet durch Chrom, Cadmium und andere Giftstoffe, die aus Ölraf-finerien, Papierfabriken und Chemieanlagen stammen – ist ungenießbar und taugt noch nicht einmal zur Bewässerung. Krankheiten infolge bakterieller Verseuchung oder toxischer Belastung sind weit verbreitet.

China kann sich vermutlich noch bis mindestens Mitte dieses Jahrhunderts selbst ernähren, doch geht aus seinen eigenen statistischen Daten hervor, dass es sich dabei am Rande des Abgrunds bewegt – ungeachtet seiner lebensrettenden Bemühungen um zunehmende Industrialisierung und verstärkten Bau von Megastaudämmen. Die extrem kritische Situation, in der sich China befindet, macht es verwundbar gegenüber den Wechselfällen der Geschichte. Kriege, innere Unruhen, ausgedehnte Dürreperioden oder Missernten können die Wirtschaft ins Schleudern bringen. Eine Rettung von außen dürfte angesichts seiner gewaltigen Bevölkerung aussichtslos sein.

China verdient höchste Aufmerksamkeit, nicht nur weil ein Fehltritt dieses schwankenden Riesen die Welt erschüttern könnte, sondern auch weil es auf dem Weg, den die gesamte Menschheit allem Anschein nach unweigerlich einschlagen wird, bereits ein weites Stück zurückgelegt hat. Wenn China seine Probleme in den Griff bekommt, können die dabei gemachten Erfahrungen auf andere Länder übertragen werden. Zum Beispiel auf die Vereinigten Staaten, wo das Bevölkerungswachstum rapide zunimmt und die natürlichen Umweltressourcen bedenkenlos dezimiert werden.

Die Umweltschutzbewegung wird noch immer weithin als Interessengruppe einiger weniger betrachtet. Ihre Mitglieder, so das Klischeebild, ereifern sich über Umweltverschmutzung und bedrohte Arten und übertreiben dabei maßlos. Uneinsichtig drängen sie auf Naturschutz und restriktive Vorschriften für die Industrie, selbst um den Preis eines geringeren Wirtschaftswachstums oder des Verlustes von Arbeitsplätzen.

Gefährdetes Vermächtnis

Die Ökologie, auf der der Umweltschutzgedanke basiert, ist aber etwas weitaus Grundlegenderes und Wichtigeres. Anders als die anderen Sonnenplaneten befindet sich die Erde nicht in einem physikalischen Gleichgewicht. Sie ist auf ihre lebendige Hülle angewiesen, um die besonderen Bedingungen erzeugen zu können, unter denen Leben gedeiht. Der Boden, das Wasser und die Atmosphäre der Erdoberfläche haben sich über viele Jahrmillionen entwickelt. Sie sind geprägt von den Prozessen in der Biosphäre, einer erstaunlich komplexen Schicht lebendiger Organismen, die in genau aufeinander abgestimmten, empfindlichen Stoff- und Energiekreisläufen miteinander in Wechselwirkung stehen. Jeden Tag und jede Minute erschafft die Biosphäre unsere besondere Welt aufs Neue und erhält sie in einem einzigartigen Zustand des Ungleichgewichts. Von der Bewahrung dieses physikalischen Zustands hängt die Menschheit in essenzieller Weise ab. Wenn wir die Biosphäre verändern, greifen wir in das empfindliche biologische Kräftespiel der natürlichen Umwelt ein. Wenn wir Ökosysteme vernichten und Arten ausrotten, zerstören wir für alle Zukunft das größte Vermächtnis, das uns dieser Planet zu bieten hat. Und wir gefährden dadurch unsere eigene Existenz.

Wir Menschen sind weder Engel, die auf die Erde herabgestiegen sind, noch sind wir Außerirdische, die die Erde besiedelten. Wir haben uns hier als eine von vielen Arten über Jahrmillionen entwickelt. Die natürliche Umwelt, die wir mit so unnötiger Ignoranz und Rücksichtslosigkeit behandeln, war unsere Wiege und unsere Schule. Sie ist und bleibt unsere einzige Heimat. An ihre besonderen Lebensbedingungen haben wir uns mit jeder Faser und bis in die letzten biochemischen Vorgänge unseres Körpers angepasst.

Dies ist der Kerngedanke der Ökologie. Aber noch hat er sich nicht allgemein durchgesetzt. Noch vermag er es allem Anschein nach nicht, die Mehrheit der Menschen von ihren Hauptzerstreuungen wie Sport, Politik, Religion und Streben nach persönlichem Wohlstand abzulenken.

Die relative Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt ist meines Erachtens tief in der menschlichen Natur verankert. Das menschliche Gehirn ist offenbar evolutionsbedingt darauf ausgelegt, sich nur für ein begrenztes geografisches Gebiet, für eine beschränkte Zahl von Angehörigen und für höchstens zwei bis drei Generationen in die Zukunft verantwortlich zu fühlen. Mangelnder Weitblick, was die zeitliche wie auch die räumliche Dimension betrifft, ist im Darwin’-schen Sinne lebenswichtig. Von Natur aus neigen wir dazu, keine Gedanken an Möglichkeiten oder Gefahren zu verschwenden, die noch in weiter Ferne liegen – eine Haltung, die man gemeinhin als gesunden Menschenverstand bezeichnet. Warum verhalten sich die Menschen so kurzsichtig? Der Grund ist einfach: Es ist ein Stück unseres steinzeitlichen Erbes, das sich im Laufe der Evolution tief eingeprägt hat. Über Jahrtausende hinweg zahlte es sich aus, innerhalb eines kleinen Kreises von Verwandten und Freunden kurzfristige Ziele zu verfolgen. Die Menschen lebten länger und hinterließen mehr Nachkommen, selbst wenn ihre kollektiven Bestrebungen den Niedergang ihrer Stämme und Reiche zur Folge hatten. Die langfristige Perspektive, die vielleicht auch ihren entfernten Nachfahren das Überleben ermöglicht hätte, erforderte eine Vision und einen über die nächsten Angehörigen hinausgehenden Altruismus, die instinktiv schwer aufzubringen sind.

Der Grund, warum sich die ökologische Denkart so schwer durchsetzt, beruht auf genau diesem Konflikt zwischen kurz- und langfristigen Werten. Werte für die nahe Zukunft des eigenen Stammes oder des eigenen Landes auszuwählen, ist relativ einfach. Werte für die ferne Zukunft des gesamten Planeten zu definieren, ist ebenfalls relativ einfach – zumindest in der Theorie. Beide Visionen miteinander in Einklang zu bringen, um eine allgemein gültige Umweltethik zu entwickeln, ist dagegen äußerst schwierig. Dennoch bleibt uns nichts anderes übrig, denn nur eine universelle Umweltethik kann uns den Engpass überwinden helfen, den wir so töricht selbst herbeigeführt haben.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 3 / 2002, Seite 70
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
3 / 2002

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 3 / 2002

Kennen Sie schon …

49/2019

Spektrum - Die Woche – 49/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns interstellaren Besuchern, Koalas und unserer Persönlichkeit.

48/2019

Spektrum - Die Woche – 48/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns dem Zucker, Rauchen und mathematischen Lösungen.

47/2019

Spektrum - Die Woche – 47/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns der Ernährung, Klosprüchen und Windeln.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!