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Futur III: Der ewige Sturm

Eine isländische Exklave überdauert das Ende der Zivilisation Eine Kurzgeschichte von Thomas Grüter

Ich war 14, als ich meinen Bruder an die Dämonen verlor. Zwei Jahre jünger als ich, war Jamie knapp größer. Und, was ich damals unverzeihlich fand, sehr viel mutiger. Ohne zu zögern, lief er auf einer schmalen Planke über einen schäumenden Wildbach oder erklomm eine glitschige Felswand. So befanden wir ihn eines Tages für würdig, mit uns die verbotene lange Treppe zum Hochland hinaufzuklettern, ins Reich der heulenden Sturmdämonen.

In Hoddmímis Holt, der tiefen Schlucht, die unsere Heimat war, hörten wir sie dort oben brüllen, kreischen und toben. Sie rollten Steine herum und warfen sie voller Wut zu uns herunter. Sie verknoteten den Regen zu bizarren, weißen Tüchern, bevor sie ihn uns ins Gesicht bliesen. Tief unten in der Talsohle hatten sie keine Macht. Nur manchmal, wenn der Sturm von seinem üblichen Südwest auf Südost drehte, fegten sie das Holt entlang. Dann versteckten wir uns in unseren künstlichen Höhlen und warteten tagelang, bis sie wieder abzogen ...

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