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Springers Einwürfe: Der Forscher als Kinofigur

Sein Bild wird heller, aber bleibt verschwommen.

Statt einmal mehr das übliche Ringelreihen von Delinquenten und Gesetzeshütern zu inszenieren, wagen neuerdings aufwändig produzierte Filme auch Wissenschaftler in spannende Handlungen zu verwickeln. In dem aktuellen Sciencefiction- Drama "Interstellar" von Christopher Nolan steht nicht weniger auf dem Spiel als die Rettung der Menschheit, und helfen kann nur modernste Wissenschaft: Erst die – heute noch utopische – Vermählung von Quantenmechanik und einsteinscher Relativitätstheorie zu einer Theorie der Quantengravitation ermöglicht es der kompletten Erdbevölkerung, von ihrer unwirtlich gewordenen Heimat durch ein Wurmloch in der Raumzeit zu fernen Planeten zu entkommen.

In "Interstellar" sind die Wissenschaftler keine Schurken wie bei James-Bond-Filmen, aber auch keine strahlenden Helden; denn das Vertrauen in ihr Metier ist erschüttert: Ihnen wird angekreidet, dass das globale Klima aus dem Ruder läuft, Parasiten die Nahrungspflanzen vernichten und die bemannte Raumfahrt als Waffe im Kalten Krieg herhalten musste. Deshalb hat sich die US-Weltraumbehörde NASA in unterirdische Bunker verkrochen, um dort die Besiedlung ferner Planeten vorzubereiten. Doch erst als im Lauf der unübersichtlichen Handlung ein Computer mit künstlicher Intelligenz die Gesetze der Quantengravitation entschlüsselt, klappt mittels Wurmloch, Zeitschleife und fünfter Dimension die Auswanderung der gesamten Menschheit. ...

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Spektrum - Die Woche – 30/2018

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