Freitag, 13. April 2029: Eine Stunde nach Sonnenuntergang beobachten Amateurastronomen in ganz Westeuropa und Nordafrika, wie ein »Stern« dritter Größe im Sternbild Krebs sich langsam Richtung Westen bewegt. Es ist kein künstlicher Satellit, sondern ein Gesteinsbrocken mit 320 Meter Durchmesser. Sein Name: Apophis! Mit fast einem Grad pro Minute ungewöhnlich schnell, zieht er vor dem Fixsternhimmel dahin. Sein Abstand von der Erdoberfläche entspricht dabei ziemlich genau jenem der geostationären Satelliten. Obwohl er im Jahr 2029 keine aktuelle Bedrohung für uns darstellt, sorgt Apophis doch unter Astronomen auf der ganzen Welt für Aufregung. Denn nicht dieses knappe Vorüberziehen von Apophis im Jahr 2029 bereitet uns heute Sorgen, sondern die Möglichkeit eines Einschlags nur sieben Jahre später. Forscher und Politiker streiten derzeit über geeignete Gegenmaßnahmen zur Abwehr dieser seltenen, aber realen weltweiten Bedrohung.
Asteroiden, Kometen und Meteoriten haben viel über den Kosmos zu erzählen. Zuletzt faszinierte 3I/Atlas: der dritte interstellare Besucher, der unser Planetensystem durchquert. Was ist über das Objekt bisher bekannt? Und was steckt hinter den rätselhaften Dunklen Kometen?
Sterne und Weltraum – 3I/ATLAS – Das wissen wir über den interstellaren Besucher
3I/ATLAS zog dicht an Mars, Jupiter und mehreren Raumsonden vorbei und lieferte überraschend viele Daten – lesen Sie unseren Überblick. Darüber hinaus berichten wir über die erstaunliche Verbindung von Thomas Mann zur Astronomie und blicken mit dem Weltraumteleskop Hubble auf die größte protoplanetare Scheibe, die bisher entdeckt wurde. Forschende verfolgen einen neuen kosmologischen Ansatz rund um Dunkle Materie und Neutrinos – könnten sie in Wechselwirkung treten? Außerdem: Drei Apps, mit denen Sie sich mit Smartphone und Tablet am Nachthimmel besser zurechtfinden.
Sterne und Weltraum – Raumzeit: Experimente zur Quantennatur
Die Relativitätstheorie Albert Einsteins ist das Meisterwerk zur Beschreibung der Schwerkraft. Seit Jahrzehnten steht aber die Frage im Raum, ob die Gravitation auf submikroskopischen Längenskalen modifiziert werden muss. Gibt es quantenhafte Austauschteilchen, die Gravitonen? In unserem Titelbeitrag stellen wir Überlegungen vor, wie man experimentell eine Quantennatur der Raumzeit testen könnte. Im zweiten Teil unseres Artikels zur Urknalltheorie beleuchten wir alternative Ansätze zur Dunklen Energie: das Local-Void- und das Timescape-Modell. Außerdem: Teil zwei unserer Praxistipps für die Astrofotografie mit dem Smartphone – Mond und Planeten im Fokus, die Ordnung im Chaos des Dreikörperproblems und woher stammen erdnahe Asteroiden?
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