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Kaiser Caracalla: Der inszenierte Krieg

Im Jahr 213 unternahm der römische Kaiser Caracalla einen Feldzug gegen die Alamannen. Beseitigte er eine neue Gefahr an Roms Grenze zu Germanien – oder inszenierte der ungeliebte Imperator nur einen cleveren Propaganda-Feldzug?
... Welcher Grund es auch immer gewesen sein mag, dass der Kaiser die Auseinandersetzung mit dem neuen Gegner suchte – er wurde enttäuscht. Vielleicht fühlten sich die Alamannen noch nicht stark genug, möglicherweise waren sie zu diesem Zeitpunkt friedliebender, als es zum römischen Germanenbild passte, vielleicht sahen sie schlichtweg keinen Anlass für einen Waffengang – man weiß es nicht genau. Laut Cassius Dio musste der Kaiser seinen Wunschgegner durch eine List zum Waffengang bewegen. Unter dem Vorwand, Söldner anzuwerben, lockte er die waffenfähige Jugend in einen Hinterhalt und ließ sie von seinen Legionären niedermachen. Er ließ auch Frauen gefangen nehmen, von denen die meisten den Freitod der Sklaverei vorzogen.

Leider lässt sich der Chronist nicht über das weitere Schicksal der Alamannen aus. Erwähnenswert fand er hingegen eine Begegnung der römischen Armee mit einer Schar von »Cennen«; damit meinte er möglicherweise die den Römern nur zu gut bekannten Chatten. Nun war es der Kaiser, der die Feldschlacht scheute. Stattdessen erkaufte er sich den freien Abzug und die Anerkennung als Sieger des Zusammentreffens, ein nach römischen Maßstäben unrühmlicher Abschluss. …

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