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Der Preis der Selbsterkenntnis

Beschert uns die Hirnforschung mit einem neuen, naturalistischen Menschenbild auch das Ende der Religion?
Erkenntnis hat ihren Preis. Vor allem, wenn die empirischen Wissenschaften vom menschlichen Geist sie erzielen. Wir bewegen uns derzeit auf ein grundlegend neues Verständnis dessen zu, was es heißt, Mensch zu sein: Haben wir womöglich gar keine Willensfreiheit, wie manche Hirnforscher meinen? Gibt es keinen roten Faden im Selbst, keinen echten Ich-Kern, der den inneren Anker unserer Persönlichkeit ausmacht und über die Zeit hinweg stabil bleibt? Und wenn tatsächlich so etwas wie das neuronale Korrelat des Bewusstseins existiert, ist es nur noch schwer vorstellbar, dass es Erfahrung, Denken und Gefühle auch noch nach dem Tod des zugehörigen Organismus geben könnte. Logisch bleibt es natürlich möglich, aber empirisch wird es immer weniger plausibel. Die unsterbliche Seele hätte dann für viele ausgedient. Wir müssten uns als radikal sterbliche Wesen betrachten. Was kosten uns diese Erkenntnisse? Zunächst einmal...
Juni 2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juni 2006

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