Direkt zum Inhalt

Der Schatten des Adlers

Auch bei den Römern gab es manchen Kriegsdienstverweigerer oder Fahnen­flüchtigen – ihnen drohte die Todesstrafe.
Bis an die Zähne bewaffnete Legionäre, die wie eine Mauer gegen den Feind vorrücken, bereit, im Zeichen des römischen Adlers ihr Leben zu geben. Auf diese Weise schildern Hollywood-Filme von "Spartakus" (1960) bis "Gladia­tor" (2000) den Militärapparat des Imperiums. Wie aber passen zu diesem Klischee solche Berichte: "Um nicht im Italischen Krieg dienen zu müssen, hatte sich ein gewisser Gaius Vettienus die Finger der linken Hand abgeschnitten. Daraufhin wurden seine Güter konfisziert, er selbst ins Gefängnis geworfen, so dass er den Geist, den er nicht ehrenvoll in der Schlacht aushauchen wollte, schimpflich in Ketten aufbrauchte." Was der Chronist Valerius Maximus um das Jahr 90 v. Chr. niederschrieb, passt so gar nicht zu einer Gesellschaft, in der Bürger und Soldat eins waren und es dem Dichter Horaz zufolge als ehrenvoll galt, für das Vaterland zu sterben.
02/09

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 02/09

Kennen Sie schon …

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 4/2019

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 4/2019: Helden

Olympia: Von antiken Siegern und Versagern • Märtyrer: Glaubensstärke unter der Folter • Napoleon: General, Kaiser und Meister der Propaganda

39/2019

Spektrum - Die Woche – 39/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns dem Quantencomputer, Wäldern und veganen Burgern.

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 2/2019

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 2/2019: Medizin im Mittelalter

Medizin im Mittelalter • Hildegard von Bingen: Missverstandene Ikone der Klostermedizin • Die Pest: Die überraschenden Folgen der Seuche • Geschlechtsverkehr als Heilmittel

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!