Direkt zum Inhalt

Psychiatriegeschichte: Der Schattenmann

Schwärmer, Poet, Narr: Das war Friedrich Hölderlin in den Augen seiner Zeitgenossen. Vor 200 Jahren nahm sich der Tübinger Arzt Ferdinand Autenrieth seiner an. Er therapierte den seelisch zerrütteten Dichter knapp acht Monate lang – und trieb ihn so endgültig in den Wahnsinn.
Der arme Holterling ist heute morgen zu seinen Eltern gebracht worden. Er hat mit aller Macht versucht, sich aus dem Wagen zu werfen, aber der Mann, der auf ihn aufpassen sollte, hat ihn zurückgestoßen. Holterling schrie darüber, daß die Leibwächter ihn fortbrachten, und wehrte sich erneut und kratzte jenen Mann mit seinen ungeheuer langen Nägeln, so daß er überall blutete.« Gräfin Caroline von Hessen-Homburg kannte Friedrich Hölderlins Schicksal vermutlich nur vom Hörensagen, als sie es ihrer Tochter im fernen Berlin so dras­tisch schilderte ...

Kennen Sie schon …

Spektrum - Die Woche – Die Urin-Revolution

Spektrum Kompakt – Schizophrenie – Psychosen verstehen und behandeln

Ein schizophrener Schub geht oft mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen einher – wie es dazu kommt und wie man die psychische Erkrankung behandelt, erfahren Sie in unserem Spektrum Kompakt.

Gehirn&Geist – Alzheimer

»Gehirn&Geist« berichtet über Alzheimer - Die unterschätzte Rolle des Immunsystems. Außerdem im Heft: Partnerschaft - Was jungen Eltern hilft, Nikotin - Booster fürs Denken?. KI entdeckt das Selbst, frühe Therapie bei Psychosen, Mann sein – was das heute bedeutet.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Infos
Literaturtipps:

Beck, A.: Hölderlin. Chronik seines Lebens. Frankfurt a. M.: Insel TB 2003.

Härtling, P.: Hölderlin. Ein Roman. Neuwied: Luchterhand 1976.

Hesselberg, A. K.: Die Psychiatrie J.H.F. Autenrieths. Dissertation, Eberhard-Karls-Universiät Tübingen 1981.

Hölderlin, F.: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe. Frankfurt a. M.: Stromfeld 1976–2006.

Linke, D.: Hölderlin als Hirnforscher. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2005.

Uffhausen, D.: »Weh! Närrisch machen sie mich!« In: Hölderlin-Jahrbuch 1984/ 85, S. 306–365.