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Welt der Wissenschaft: Kernfusion

Die Energiequellen der Sterne – Teil 3: Der Weg zum Fusionsreaktor auf der Erde

Im kosmischen Kalender soeben erst in der Welt erschienen, hat der Mensch den Bauplan der Sterne enträtselt und schickt sich nun an, den Sonnenofen auf der winzigen Erde nachzubauen. Doch bevor ein Kernfusionsreaktor Strom erzeugen kann, sind viele physikalische und technische Schwierigkeiten zu überwinden.
Ein wichtiger Schritt hin zu einem Fusionskraftwerk ist der Kernfusionsreaktor ITER in Frankreich. Der auf dem Tokamak-Prinzip beruhende Forschungsreaktor soll erstmals 2027 ein Wasserstoffplasma erzeugen.

Im gleichen Jahr, in dem Hans Bethe und Carl Friedrich von Weizsäcker die Verschmelzung von Kernen leichter Elemente als Energiequelle der Sterne erkannt hatten, machte eine Entdeckung vom anderen Ende des Periodensystems der Elemente Schlagzeilen: Den beiden Chemikern Otto Hahn und Fritz Straßmann war es im Dezember 1938 im Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin gelungen, Urankerne in mittelschwere Kerne des Elements Barium zu spalten.

Diese Entdeckungen zeigten: Kernenergie kann sowohl durch Spaltung schwerer Atomkerne als auch durch Verschmelzung leichter Atomkerne freigesetzt werden. Die Kernspaltung durch Einwirken von Neutronen auf Uran oder Plutonium war technisch leichter zu bewerkstelligen als die Kernfusion bei hohen Temperaturen und Drücken. Bereits 1942 gelang Enrico Fermi (1901 - 1954) in einem Versuchsreaktor in Chicago die erste kontrollierte Kernspaltung …

März 2018

Dieser Artikel ist enthalten in Sterne und Weltraum März 2018

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  • Literaturhinweise

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