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Diadochenkriege: Das Ende einer Vision

Gut 20 Jahre lang fochten Alexanders Generäle in erbitterten Schlachten um die Macht. Drei von ihnen sollten das Ringen überleben – und den Traum von einem geeinten Weltreich begraben.

Obwohl Alexander der Große sein Leben immer wieder auf dem Schlachtfeld riskierte, ereilte ihn der Tod schließlich unvorbereitet. Am 11. Juni 323 v. Chr. erlag er einer rätselhaften Krankheit, über die noch heutzutage gern diskutiert wird (siehe »Tod eines Trunkenbolds«, S. 68). Man kann ihm wohl keinen Vorwurf machen, dass er keine klaren Anweisungen für seine Nachfolge hinterließ. Denn wie sollte ein Mensch in die Fußstapfen eines Welteroberers treten, der sich selbst Göttern und Heroen nahe wähnte? Die Argeadendynastie bot drei potenzielle Thron­erben: Alexanders Halbbruder Philipp Arrhidaois, der aber galt als schwachsinnig; sein unehelicher Sohn Herakles war erst vier Jahre alt. Schließlich mochte die hochschwangere Gattin Roxane einem gesunden Jungen das Leben schenken, doch in allen drei Fällen galt: Jemand musste die Regierungsgeschäfte zumindest zeitweise übernehmen ...

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 1/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 1/2019

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  • Quelle

Romm, J.: Der Geist auf dem Thron. Der Tod Alexanders des Großen und der mörderische Kampf um sein Erbe. C.H.Beck, München 2016