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Medizin: Dicke Luft verengt Arterien



Starke Luftverschmutzung – etwa durch Autoabgase – erhöht das Risiko von Herzinfarkten. Das ist seit langem aus Statistiken bekannt. Nun hat eine an der Universität Toronto durchgeführte Studie unter Leitung von Robert und Jeffrey Brook auch den zu Grunde liegenden Mechanismus aufgedeckt: Durch die eingeatmeten Partikel verengen sich offenbar die Arterien. In der Studie unterzogen sich 25 gesunde Freiwillige im Alter von 18 bis 50 Jahren einem zweistündigen Test in einer speziell entwickelten Atemkammer. Dort wurden sie einem kräftigen Smog ausgesetzt – mit 120 Ozonteilchen pro Milliarde Luftmolekülen und 150 Mikrogramm Feinpartikeln pro Kubikmeter Luft. Danach untersuchten die Forscher mit hochauflösendem Ultraschall den Durchmesser der Brachialarterien im Arm ihrer Versuchspersonen. In jedem Fall hatte sich der Durchmesser dieses Gefäßes, das von der Schulter zum Ellbogen führt, um zwei bis vier Prozent verringert. Die Mediziner betonen, dass dies für gesunde Menschen noch keine Gefahr birgt, wohl aber für Personen mit Arteriosklerose und infolgedessen überlasteten Blutgefäßen. (Circulation, Bd. 105, S. 1534)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 5 / 2002, Seite 53
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
5 / 2002

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 5 / 2002

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