Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Meteorologie: Die 28-Tage-Wettervorhersage

Die Prognosen für die Temperaturen und Niederschläge der nächsten paar Tage werden ständig verlässlicher. Aber nicht nur das - selbst einen Monat im Voraus sind zumindest einige atmosphärische Vorgänge immer besser berechenbar.
SturmwolkenLaden...

Heute sind wir es gewohnt, auf der Basis verlässlicher Wettervorhersagen Entscheidungen für die nächsten Tage zu treffen: Bauern schützen ihre Obstbäume vor abzusehendem Nachtfrost, Anrainer von Flüssen verbarrikadieren ihre Häuser mit Sandsäcken, wenn Starkregen zu erwarten ist, Familien kaufen Grillzutaten für das Wochenende im Garten. Für viele Entscheidungen wären darüber hinaus genaue Vorhersagen für die nächsten drei oder vier Wochen nützlich, sei es für die landwirtschaftliche Planung, im Wassermanagement etwa von Stauanlagen oder einfach für die persönliche Freizeitgestaltung.

Seit einigen Jahren geben Atmosphärenforscher »subsaisonale« Wettervorhersagen für solche Zeiträume heraus. In der gängigen Vorhersage für sieben oder zehn Tage stehen Angaben für tägliche Höchst- und Tiefsttemperaturen, prozentuale Wahrscheinlichkeiten für Regen oder Schnee sowie Windbedingungen. Eine subsaisonale Prognose dagegen kündigt an, ob an einem bestimmten Tag über- oder unterdurchschnittliche Temperaturen und Niederschläge zu erwarten sind. Sie sagt außerdem gefährliche Wetterlagen und extreme Wetterereignisse voraus. Damit füllt sie die Lücke zwischen kurz- und mittelfristigen Wetterberichten sowie saisonalen Trends. Letztere geben allgemeinere Entwicklungen wieder, etwa ob das El-Niño-Phänomen im Pazifischen Ozean zu einem warmen Sommer in Nordamerika führen wird.

Subsaisonale Vorhersagen werden immer genauer …

Kennen Sie schon …

Spezial Physik - Mathematik - Technik 2/2021

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Physik - Mathematik - Technik 2/2021: Modelle für die Erde

Modelle für die Erde - Mit Daten in die Welt von morgen blicken: Simulationen: Wie Wetter und Klima berechenbar werden • Hydrologie: Bedrohte Wassertürme des Planeten • Vulkanausbrüche: Auf dem Weg zur Eruptionsprognose

Und nun zum Wetter

Spektrum Kompakt – Und nun zum Wetter

Das Wetter ist ein durchaus beliebtes Gesprächsthema - und reicht von der Prognose fürs nächste Wochenende bis hin zum Einfluss des Klimawandels auf die Häufigkeit von Extremereignissen wie Dürrephasen oder Starkregen.

03/2021

Spektrum - Die Woche – 03/2021

In dieser Woche erfahren Sie, weshalb wir Menschen zunehmend wackelig auf den Beinen stehen. Außerdem: wie die Zero-Covid-Strategie funktionieren könnte, was der jüngste Hackerangriff für deutsche Firmen bedeutet und warum es diesen Januar so verdammt kalt ist.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen

Bauer, P. et al.: The quiet revolution of numerical weather prediction. Nature 525, 2015

Pegion, K. et al.: The Subseasonal Experiment (SubX): a multi-model subseasonal prediction experiment. Bulletin of the American Meteorological Society 100, 2019