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Hirnforschung: Die 7 größten Neuromythen

"Hirnjogging macht schlauer", "Psychopathen lassen sich am Gehirn erkennen", "Forscher können Gedanken lesen" - diese und weitere Legenden entlarvt der Psychologe und Philosoph Stephan Schleim von der Universität Groningen.
Wunsch statt WirklichkeitLaden...

Spinat enthält viel Eisen, lesen bei schlechtem Licht schadet den Augen, und einen Kaugummi verschlucken ist schlecht für den Magen. Das Gemeinsame dieser drei Aussagen? Genau – es handelt sich um Mythen. Wissenschaftlich lässt sich keine der Behauptungen stützen. Auch um unser Denkorgan ranken sich Legenden, die trotz zweifelhafter Grundlage in der Öffentlichkeit kursieren. Die Komplexität des Gehirns, der Boom neurowissenschaftlicher Forschung und das große Interesse der Bevölkerung bieten einen idealen Nährboden für die Verbreitung von Halbwahrheiten. Und manch hartnäckigem Mythos sind nicht nur Laien, sondern auch Wissenschaftler – ich eingeschlossen – schon auf den Leim gegangen. Höchste Zeit für eine Klarstellung ...

April 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist April 2012

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  • Quellen

"Hirnjogging macht schlau"

Owen, A. M. et al.: Putting Brain Training to the Test. In: Nature 465, S. 3164-3175, 2004


"Das Gehirn besteht im Wesentlichen aus Neuronen"

Schummers, J. et al.: Tuned Responses of Astrocytes and Their Influence on Hemodynamic Signals in the Visual Cortex. In: Science 320, S. 1638-1643, 2008

Herculano-Houzel, S. et al.: The Human Brain in Numbers: A Linearly Scaled-Up Primate Brain. In: Frontiers in Human Neuroscience 3, 31, 2009


"Forscher können Gedanken lesen"

Ganis, G. et al.: Lying in the Scanner: Covert Countermeasures Disrupt Deception Detection by Functional Magnetic Resonance Imaging. In: Neuroimage 55, S. 312-319, 2010

Nishimoto, S. et al.: Reconstructing Visual Experiences from Brain Activity Evoked by Natural Movies. In: Current Biology 21, S. 1641-1646, 2011

Poldrack, R. A.: Can Cognitive Processes be Inferred from Neuroimaging Data? In: Trends in Cognitive Sciences 10, S. 59-63, 2006


"Neuroforscher haben bewiesen, dass der freie Wille eine Illusion ist"

Baumeister, R. F. et al.: Do Conscious Thoughts Cause Behavior?. In: Annual Review of Psychology 62, S. 331-361, 2011

Libet, B.: Do We Have Free Will?. In: Journal of Consciousness Studies 6, S. 47–57, 1999

Roskies, A.: Neuroscientific Challenges to Free Will and Responsibility. In: Trends in Cognitive Sciences 10, S. 419-423, 2006

Soon, C. S. et al.: Unconscious Determinants of Free Decisions in the Human Brain. In: Nature Neuroscience 11, S. 543-545, 2008


"Das Ich ist nicht im Gehirn zu finden, also existiert es nicht"

Northoff, G., Panksepp, J.: The Trans-Species Concept of Self and the Subcortical–Cortical Midline System. In: Trends in Cognitive Sciences 12, S. 259-264, 2008

Racine, E. et al.: Contemporary Neuroscience in the Media. In Social Science & Medicine 71, S. 725-733, 2010


Literaturtipp

Schleim, S.: Die Neurogesellschaft. Wie die Hirnforschung Recht und Moral herausfordern. dpunkt.verlag, Heidelberg 2010